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Mit neuer Technik, Salzbergen und Fahrbahnsensoren gegen Glätte gerüstet.

Winterdienst
Weiße Berge gegen Schnee - gerüstet für den Winter

Bettina Winkler / 08.11.2019, 08:00 Uhr
Fürstenwalde (MOZ, Manja Wilde (MOZ)) Gut eine viertel Million Euro hat der neue Lkw gekostet, der auf dem Hof der Autobahnmeisterei Fürstenwalde steht – und schon für den Winterdienst gerüstet ist. "Hier sind die Revolver, aus denen die Sole kommt", sagt Matti Lehmann. Der Straßenwärter klappt die Düsen aus. Auf beiden Seiten sitzen sie am Heck des Lasters. "Damit können wir drei Fahrstreifen erreichen", erklärt Lehmann. "Der Druck aus einem Gartenschlauch ist nichts dagegen", ergänzt sein Chef Stefan Eichenauer.

Darum leuchtet das Überholverbotszeichen auf der Rückseite des Lasters, wenn er Sole sprüht. Nicht alle Autofahrer halten sich an solche Anweisungen. Rasante Überholmanöver und rasantes Zwischendrängeln gebe es immer wieder, sagt Lehmann. "Beim Räumen, wenn es richtig stark schneit, sind wir mit drei Fahrzeugen in einer Richtung unterwegs", ergänzt Eichenauer.

Drei Lkw und zwei Unimog gehören zu seiner Flotte. Wird zum Winterdienst geblasen, schieben seine 18 Mitarbeiter zu sechs Zwölf-Stunden-Schichten. Doch noch ist alles im grünen Bereich. Im wahrsten Sinne des Wortes. Eichenauer weist auf einen Computerbildschirm. Acht grüne Kästchen sind dort entlang seines 58 Kilometer langen A-12-Abschnittes zu sehen. In ihnen stehen Daten, die Fahrbahnsensoren übermitteln. 15,7 Grad Celsius betrug die Fahrbahntemperatur Donnerstagmittag auf der Oderbrücke, 12,3 Grad war die Luft warm, 67 Prozent betrug die Luftfeuchtigkeit. Sollte der Winterdienst informiert werden, leuchten die Kästchen pink; ist es glatt, schalten sie auf Rot. Mit Schneepflügen sind die Fahrzeuge noch nicht unterwegs. "Die bringen wir erst am Tag X an", sagt Lehmann.

5 Uhr beginnt die Schicht

Auch der Landkreis hat die Vorbereitungen für den Winterdienst abgeschlossen. Vier Firmen werden auf den knapp 120 Kilometern der Kreisstraßen außerhalb geschlossener Ortslagen die Winterdienstleistungen ausführen, teilt Kreissprecher Mario Behnke mit. Im Amt Scharmützelsee und der Stadt Storkow ist das zum Beispiel die Tief- und Ökobau Schiemann GmbH aus Alt Stahnsdorf. Die Westpfahl GmbH aus Spreenhagen ist im Amt Odervorland unterwegs und die Straßenmeisterei Waldstadt des Landesbetriebs Straßenwesen im Amt Spreenhagen. An Werktage beginnt der Einsatz um 5 Uhr, an Sonn- und Feiertagen um 6 Uhr.

Die Stadt Fürstenwalde hat den Winterdienst für ihre 146 Bushaltestellen, 24 Querungsinseln, 20 000 Quadratmeter Freiflächen, zum Beispiel Treppen und Parks sowie 74 Straßenkilometer an die Firma Bartsch übertragen, teilt Stadtsprecherin Anne-Gret Trilling mit. Die Fachgruppe Kommunalservice reinigt die städtischen Grundstücke bzw. den Gehweg davor.

255 Kilometer Landes-und Bundesstraßen – von Frankfurt bis Erkner – hat die Straßenmeisterei Fürstenwalde im Ernstfall zu räumen. Für die 85 Kilometer Radwege wurde ein neuer Kleingeräteträger angeschafft. Zwei Mitarbeiter waren letzte Woche mit einem Winterdienstfahrzeug zum speziellen Fahrsicherheitstraining für Eis und Glätte.

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