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Weihnachtsbaum
Blaufichte erhält Blaulichteskorte

Bettina Winkler / 28.11.2019, 06:15 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Alle Jahre wieder ist das Aufstellen der Weihnachtsbäume in der Fürstenwalder City ein besonderer Akt – der außerhalb des Zentrums beginnt. Diesmal frisst sich die  Kettensäge am Morgen in den Stamm einer Blaufichte von Familie Triebsch in der Rauener Straße.

Für ihn sei das Fällen ein besinnlicher Moment, sagt Daniel Kubelt vom Montage- und Dienstleistungsservice. Seit Jahren ist das Unternehmen Partner der Stadt und des Forstes, wenn es um die Weihnachtsbäume geht. "Es ist das Highlight des Jahres", sagt Kubelt, der seinen privaten Festbaum immer auf der Plantage in Tempelberg schlägt. Auch Martin Warnack vom städtischen Kommunalservice, freut sich auf die Aktion, die für ihn die Adventszeit einläutet.

Über eine Tonne wiegt die stattliche Blaufichte. Ihre langen Zweige machen das Verladen schwer.  Mit Blaulichteskorte und Schrittgeschwindigkeit ist der Tross in Richtung Marktplatz unterwegs. In der Reinheimer Straße stoppt er plötzlich. Ein Auto steht im Parkverbot. Es ist kein Durchkommen, der zwölf Meter hohe Baum hat einen Durchmesser von acht Metern. Schließlich kommt eine Frau und ist ziemlich erstaunt, dass ausgerechnet ihr Fahrzeug stört. Die Akteure nehmen es weihnachtlich gelassen und weiter geht die Tour zum Alten Rathaus. Dort geht das Aufstellen – dank des eingespielten Teams – ziemlich schnell.

Einige Schaulustige haben sich eingefunden. "Ich finde den Baum sehr schön", sagt Veronika Röhl, die das Ereignis mit dem Handy fotografiert.  Auch Torsten Keitzl von der Stadtverwaltung ist zufrieden. "Die Elektrofirma Bredow montiert noch die LED-Lichterkette in Form von Schneeflocken", sagt Keitzl, der seit Oktober mit Förster Martin Müller zahlreiche von Bürgern angebotene Bäume gesichtet und  Favoriten erwählt hat. 4500 Euro koste die Stadt der Transport der vier Bäume inklusive Schmücken, sagt Stadtsprecherin Anne-Gret Trilling.

Tanne mit Doppelspitze

Gegen 11 Uhr startet die zweite Aktion bei Familie Teuchert im Heideland. Die Nordmanntanne mit der Doppelspitze, in der Fachsprache Zwiesel genannt,  ist ein Prachtexemplar. Martin Müller zählt 25 Jahresringe. "Ein schöner kompakter Baum für den Platz am Stern", sagt Kerstin Beier, Revierpolizistin in Süd. Der Meinung sind auch ihre Kollegen Andreas Bartsch, Frank Rammholdt und Andreas Frommholz. "Es ist immer eine Überraschung wie groß der jeweilige Baum ist und wie wir mit dem Straßenverkehr klar kommen", erzählt Batsch. Der Transport über die Hangelsberger Chaussee und das Aufstellen am Platz am Stern gehen reibungslos über die Bühne. Bei der Verabschiedung heißt es: "Bis nächstes Jahr, gleiche Zeit und gleicher Ort".

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