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Am ersten Adventswochenende strömen besonders viele Menschen nach Rauen. Aber auch andernorts war viel geboten.

Über 20 Jahre Tradition
Rauener Weihnachtsmarkt als Aushängeschild

Ruth Buder / 02.12.2019, 06:15 Uhr
Rauen Fröhliche Weihnacht überall" – mit diesen und anderen zur Adventszeit passenden Liedern brachten die vier Storkower Weihnachtsbläser vor der Kulisse der Kirche eine gemütliche und anheimelnde Stimmung auf den Rauener Weihnachtsmarkt. Schon am Sonnabendnachmittag war er gut besucht, aber mit beginnender Dunkelheit kamen die Besucher in Scharen.

Weihnachsmarkt in Rauen, das ist nicht nur für Marianne und Rainer Wendt aus Bad Saarow ein Muss: "Wir sind jedes Jahr hier, treffen uns immer mit Freunden", erzählt Marianne Wendt, während sie einen Glühwein probiert. "Das ist der erste in dieser Saison." Auch Bürgermeister Sven Sprunghofer lässt sich das Getränk, zusätzlich gewürzt mit einem Amaretto, schmecken. Ihm gefällt die große Resonanz. "Der Weihnachtsmarkt ist seit Jahren unser Aushängeschild." Dessen ist sich die Gemeinde bewusst, deshalb werden vorher alle Kräfte mobilisiert. "Unsere zwei Gemeindearbeiter werden in den Tagen zuvor nur dafür eingesetzt", berichtet Sprunghofer. Sie stellen die Buden – fast alle sind im Eigentum der Gemeinde – auf, kümmern sich um Beleuchtung und den Tannenschmuck.

Die meiste Arbeit aber hat Rosemarie Arenstedt. Die 83-jährige ehemalige Bürgermeisterin hat den Markt 1996 ins Leben gerufen. "Wir haben ja ganz klein angefangen und sind über die Jahre gewachsen." Warum Rauen so einen guten Ruf unter den Weihnachtsmärkten hat, führt sie darauf zurück: "Wir haben immer darauf geachtet, dass der Markt gut gemischt ist, immer Handwerkliches und Bastelsachen dabei sind und viele aus dem Ort mitmachen", erzählt die Organisatorin, die immer wieder Hände schütteln muss.

Schon das zehnte Jahr ist Kulminder Sing mit seinem Stand voller Mützen und Schals dabei. Der gebürtige Inder, der jetzt einen deutschen Pass hat und in Fürstenwalde lebt, kommt gerne nach Rauen: "Alles freundliche Leute hier. Das ist das wichtigste." Auch Madlen und Volker Schmiedeke aus Seelow sind seit sieben Jahren mit einem Stand dabei. Neben anderen Sachen verkaufen sie Haselnüsse aus dem eigenen Garten und Mistelzweige. Die haben sie von Pappeln und Obstbäumen geerntet und auf einen großen Holzkarren drapiert. Lydia und Burkhard Redetzki aus Fürstenwalde haben sich einen ausgesucht, der ihnen Glück bringen soll.

Truthahn bis Kartoffelpuffer

Unterwegs ist auch der Weihnachtsmann, bei dem die Kinder Schlange stehen, um ihm ihre Weihnachtswünsche mitzuteilen. Moderne Technik steht hoch im Kurs: Die fünfjährige Kim wünscht sich ein Tablet, die neunjährige Lina eine Kamera. Der Weihnachtsmann sagt, er werde sehen, was sich machen lässt, und verteilt Plätzchen. Wer hungrig den Markt verlässt, ist selber schuld: Es gibt alles, was das Herz begehrt, vom Truthahn über Buletten bis zum Kartoffelpuffer. Auch Kinder kommen nicht zu kurz. In der Kirche führte die Kita Heidehaus das Märchen "Schneeweißchen und Rosenrot" auf, es gibt ein Karussell und Ponyreiten.

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