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Tischtennis
Ein Dutzend Medaillen

Bronze im Einzel, Gold im Doppel der AK 40: Robert Bloßé von der BSG Pneumant Fürstenwalde
Bronze im Einzel, Gold im Doppel der AK 40: Robert Bloßé von der BSG Pneumant Fürstenwalde © Foto: Andreas Hoffmann
Gerald Stamm / 06.02.2020, 06:00 Uhr
Fürstenwalde Die Tischtennis-Oldies der BSG Pneumantwaren im Elbe-Elster-Kreis so erfolgreich wie lange nicht: Viermal Gold in den Doppel-Konkurrenzen, dazu je viermal Silber und Bronze gewannen die Fürstenwalder bei denTitelkämpfen in der Stadthalle Doberlug-Kirchhain, die zugleich die Qualifikation für die Norddeutschen Senioren-Meisterschaften am 21. und 22.März in Güstrow darstellten.

Zwei Medaillen gab es für Rolf Möslein in der Altersklasse 75. Mit einer makellosen Bilanz zog er als Sieger seiner Vorrundengruppe ins Halbfinale ein, wo er Peter Illner (Einheit Lucken-walde) umkämpft mit 3:0 (12:10, 11:9, 11:9) ausschaltete. Im Endspiel stand der Pneumant-Akteur dann erneut Roland Ratschke (Schwarz-Rot Neustadt) gegenüber, den er im Gruppenspiel noch mit 3:2 hatte bezwingen können. Diesmal allerdingsdrehte Ratschke den Spieß um und gewann 3:1 (8, 6, -13, 8). Im Doppel gelang Möslein mit Gunter Justin (Blau-Weiß Eggersdorf) die Revanche gegen Illner/Ratschke (7, 7, 9) und der deut-liche Titelgewinn.

Der zweite Fürstenwalder Hartmut Hoffmann, im Einzel als Gruppendritter mit 1:2 Siegen in der Vorrunde ausgeschieden, war mit Günter Metzger vom SV Vorwärts Crinitz im Halbfinale an Illner/Ratschke gescheitert (-7, -11, -9). Für beide gab es dennoch Bronze.

Überraschung knapp verpasst

In der AK 70 brachte Manfred "Opi" Schneider zu Beginn Titelverteidiger Klaus Volbert (SG Stahl Brandenburg) an den Rand einer Niederlage, verlor aber hauchdünn mit 10:12 im Entscheidungssatz. Mit einer Bilanz von 1:1 wurde er immerhin Gruppenzweiter und qualifizierte sich genauso für die Endrunde wie sein Fürstenwalder Doppelpartner Günter Rehwinkel, der sich in seiner Vierer-Gruppe sogar ohne Satzverlust durchsetzte.

In der K.-o.-Runde siegte Schneider 3:1 (-8, 8, 6, 4) gegen Manfred Bartel (SG Fichten-walde), im Halbfinale war dann aber gegen den späteren Landesmeister Jürgen Lehmann (Cott-buser TT-Team) beim 0:3 (-9, -6,-7) kein Kraut gewachsen, und so blieb es bei Bronze. Rehwinkel hatte mit Jürgen Brackmann vom TTBC Jüterbog wenig Mühe (2, 7, 2). Mit einer Hand an derTrophäe, holte der Pneumant-Akteur im Finale zur großen Überraschung aus, führte gegen den favorisierten Lehmann bereits mit 2:0-Sätzen, ehe ihn die Kräfte verließen (7, 5, -6, -6, -6).

Im Doppel siegte das Pneumant-Duo nach einem 3:0 im Halbfinale im Spiel um Gold in beeindruckender Manier 3:1 (4, -10, 7, 5) gegen Stanislaus Gubalski/Brackmann (SV Wuster-hausen/Jüterbog). Somit standen beide also ein zweites Mal auf dem Podest, der Medaillensatz war komplett.

Gerald Stamm startete erstmals in der AK 60 und erreichte ohne Satzverlust die Endrunde, wo er im Halbfinale gegen denunorthodox spielenden Jürgen Matern (TTC Stahl Senftenberg) keine großen Schwächen zeigte (5, 7, 8). Im Endspiel ging es zum wiederholten Male gegen seinen jahrzehntelangen "Schatten" Holm Kirsten vom TTC Finow-Eberswalde, der in einem umkämpften Match im Entscheidungssatz die Oberhand behielt (-10, 8, 10, -12, 8). Mit seinem kongenialen Partner Béla Balint (ESV Angermünde) hatte der Fürstenwalder zuvor das Doppel-Finale gegen Norbert Gubela/Rainer Schulz (SV Byhleguhre) mit 3:0 (4, 6, 7) gewonnen – also auch für Stamm Gold und Silber sowie die Qualifikation für Güstrow.

Der große Schlag im Doppel

Die größten Starterfelder gab es einmal mehr bei den 40- bis 49-und 50- bis 59-Jährigen. TinoHeider unterlag bei den "jüngsten Senioren" in seiner Gruppe nur Titelverteidiger Jobst Lückel vom MTV Wünsdorf (-4, -15, -3). In der Endrunde der besten Acht musste er dann aber neidlos die Überlegenheit des Verbandsligaspielers Steffen Thiere (TTC Empor Herzberg/-6, -5, -8) anerkennen. Robert Bloßé erreichte ebenfalls als Gruppenzweiter das Viertelfinale, hatte nach einem glatten 3:0 (6, 7, 8) über Yves Stemme (SV Optik Rathenow) Bronze sicher, ehe Thiere auch ihn stoppte (-6, 10, -7, -9). Der Herzberger gewann gegen Mario Neumitz (Rathenow) schließlich den Titel (-9, 8, 7, -4, 9). Im Doppel holten Bloßé/Thiere zum großen Schlag aus, münzten im Finale einen 1:2-Satzrückstand gegen Mikhail Zaslavskiy/Max Bruckmoser (Automation Cottbus/Blau-Gelb Hosena) noch in einen Sieg um (13, -14, -12, 4, 8). Heider war mit Uwe Witt vom TTC Frankfurt bereits im Achtelfinale gescheitert.

In einem Sechser-Feld der Frauen vertrat Mandy Ksink die Pneumant-Farben. Mit 2:3 Siegen und 10:12 Sätzen konnte sie den dritten Platz aus dem Vorjahr gegen ihre Doppelpartnerin Manja Witt vom TTC Frankfurt verteidigen, die die schlechtere Satzbilanz aufwies. Das direkte Duell hatte die Fürstenwalderin gewonnen (-9, 4, 10, 6). Der Titel ging an Andrea Richter (SpVgg. Blau-Weiß Vetschau). Im Doppel wurden die Spree- und die Oderstädterin ebenfalls wie vor Jahresfrist Zweite, unterlagen Susanne Ahlers/Richter (TSV Stahnsdorf/Vetschau) erst im Entscheidungssatz, dort aber klar (-5, 8, -8, 9, -3).

Blieb die AK 50, in der Karsten Mechler und Andreas Westphal als jeweils Gruppendritte knapp scheiterten, im Doppel durch ein 3:1 (9, -6, 10, 8) über Micha Metzger und Mario Gallas vom TTC Finsterwalde das Viertelfinale erreichten, dort aber gegen Lutz Neupötsch/Andreas Rosenow (TSG Lübbenau/SV Byhleguhre) ausschieden (-9, 8, -8, -8).

Weitere Landesmeister: AK 80 – Siegfried Lemke (TTC Finow-Eberswalde), Lemke/Hubertus Krebs (Finow/LSV TT Cottbus), AK 65 – Karl-Heinz Böning (WSG Potsdam-Waldstadt), Winfried Golze/Volker Löwe (Blau-Weiß Vetschau/SG Automation Cottbus), Petra Werner (Blau-Weiß Eggersdorf), AK 60: Cornelia Wendt (ESV Lok Guben), AK 50 – Karsten Fischer (TSV Stahnsdorf), Dirk Schiffler/Carsten Köbisch(TTC Finsterwalde/SG Geltow), Katrin Dornemann, Gabriele Kirsten/Dornemann (Finow)

Rosemarie Strohmeyer und zwei Woltersdorfer

In der AK 75 gewann die für den TTV Geschwister-Scholl-Gymnasium Fürstenwalde spielende Rosemarie Strohmeyer mit einem Sieg über Karin Reißner (LSV TT Cottbus/6, 8, 7) und einer Niederlage gegen Inge Dzick (VfB Doberlug-Kirchhain/-2, -9, 8, -10) den Vize-Landesmeistertitel. Im Doppel spielte sie mit Dzick in der AK 60, verlor 0:3 (-9, -8, -6) gegen die späteren Meister Rita Manthey/Petra Werner (TSV Lindenberg/Blau-Weiß Eggersdorf) und wurde Dritte.

Franz-Josef Biesel vom SV Woltersdorf erreichtein der AK 60 als Gruppen-zweiter (2:1 Siege) das Viertelfinale, wo gegen Jürgen Mattern vom TTC Stahl Senftenberg Endstation war (-5, 8, -13, -5). Im Doppel gelang mit Gerd Sablitzki vom TSV Stahnsdorf ein3:2 (9, -10, -7, 6, 6) über Mattern/Jürgen Koch (Senftenberg/TTC Empor Herzberg). Gegen Rainer Schulz/Norbert Gubela vom SVByhleguhre blieb es im Halbfinale trotz einer 2:0-Führung nach einem dramatischen Entscheidungssatz bei Bronze (9,10, -7, -8, -14).Biesels VereinskollegeRobert Noack schied in der AK 50 mit 2:2 in seinerFünfer-Vorrundengruppe denkbar knapp aus. Im Doppel gab es mit JörgWesolowski vom TTV Templin im Viertelfinale ein 0:3 (-6, -6, -8) gegen Karsten Fischer/Mike Mählis (TSV Stahnsdorf/KSV Sperenberg).⇥gst

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