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Kita-Beirat Fürstenwalde kritisiert Stadtverwaltung

Kita- und Grundschulbeirat in Fürstenwalde stellt einen mangel an Kapazitäten fest und kritisiert die Schülerbeförderung durch den ÖPNV. (Symbolbild)
Kita- und Grundschulbeirat in Fürstenwalde stellt einen mangel an Kapazitäten fest und kritisiert die Schülerbeförderung durch den ÖPNV. (Symbolbild) © Foto: Peter Gercke/ZB
Hrvoje Miloslavic / 23.02.2020, 06:45 Uhr
Fürstenwalde In deutlicher Kritik an der Stadtverwaltung übte sich der Kita- und Grundschulbeirat in seiner jüngsten Sitzung. Längst überfällig sei die bereits 2018 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Überarbeitung der Elternbeitragssatzung, die eine Betragsfreiheit ab dem zweiten Kind in Aussicht stelle. Vorsitzender Jan Giesau wittert "Ausflüchte und Vorwände". Im vergangenen Jahr sei das Gute-Kita-Gesetz, mit dem der Bund die Länder bei der Verbesserung der Kita-Qualität zu unterstützen zugesagt hat, als Grund angeführt worden. Jetzt kündige die Stadtverwaltung an, erst die Novellierung des Brandenburgischen Kita-Gesetzes abwarten zu wollen. "Es wären lediglich zwei Sätze in der aktuellen Beitragssatzung der Stadt zu ändern", betont Giesau.

Sorgen bereiten dem Beirat die mangelhaften Kapazitäten an den Kitas und Schulen der Stadt. Nicht neu ist die Forderung nach einer Optimierung des Internet-Elternportals. Durch digitale Wartelisten ließen sich bessere Bedarfsprognosen erstellen, argumentiert Giesau. Verschärfen könnten sich die Kapazitätsprobleme durch die Änderung der Stichtagsregelung zur Einschulung. Bis zu 90 Kinder könnten nach Schätzungen des Beirates als Schulanfänger wegfallen.

Probleme sieht der Beirat auch auf die Fürstenwalder Schulen zukommen. Es sei versäumt worden, notwendige Eingriffe bei den Zuordnungen in den Schulbezirken vorzunehmen, kritisiert der Beirat. An der Gerhard-Goßmann-Schule sei eine vierte 1. Klasse  zu verzeichnen, die nur dank der vom Beirat selbst vor einigen Jahren geforderten Anschaffung von Container-Klassenzimmern untergebracht werden könne. In seiner Sitzung erneuerte der Beirat die Forderung, die vor drei Jahren angekündigte bauliche Erweiterung der Schule endlich anzugehen. Größere Baufelder für Wohngebiete und die Tesla-Ansiedlung ließen ein Anwachsen der Bevölkerung und damit auch der Schülerzahlen erwarten.

Runder Tisch tagt

Kein gutes Zeugnis stellt der Beirat der Schülerbeförderung durch den ÖPNV aus. "Eine Katastrophe", so die Beurteilung Giesaus. Es komme sogar vor, dass überfüllte Busse Schüler nicht zusteigen ließen. Angesichts der angekündigten Sanierung der Juri-Gagarin-Oberschule, deren Schüler vorübergehend in den Schulen im Süden beschult werden sollen, sei mit einer zusätzlichen Verschärfung der Situation zu rechnen.

Hoffnungen setzt Giesau auf einen "Runden Tisch", der sich am Dienstag ab 16 Uhr im Beratungszimmer des Alten Rathaus dem Thema widmen wird. Mitarbeiter der Stadtverwaltung Fürstenwalde und des Landkreises Oder-Spree sowie Vertreter der Schulleitungen wollen das Problem analysieren und nach Lösungen suchen.

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