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Motorsport
Der MC Fürstenwalde hofft auf Höhepunkte im Juni

Roland Hanke / 19.03.2020, 05:30 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Es ist still auf den Enduro- und Motocross-Strecken. Und das wird auch auf Grund der Corona-Pandemie eine ganze Weile so bleiben. Doch die Macher vom Motorsport-Club Fürstenwalde hoffen, dass sich dies in zwei Monaten geändert hat.

Denn der Traditionsverein, der im Februar seinen 62. Geburtstag feierte, hat seine beiden Renn-Höhepunkte dieser Saison für den Juni terminiert. Am 6. ist die vierte Auflage des ADAC Enduro Kids-Cups Berlin-Brandenburg geplant, eine Woche später der 26. Enduro-Pokal des MC Fürstenwalde, bei dem es auch wieder um Punkte für den ADAC Cup und mehrere Landesmeisterschaften von Verbänden aus dem Nordosten der Republik geht.

"Wir hoffen natürlich, dass wir die beiden Renn-Wochenenden zu diesen Termine ausrichten können. Aber wir beobachten zugleich die aktuelle Lage und die Entscheidungen staatlicher Stellen, nach denen wir uns richten müssen", sagt MCF-Chef Marko Ludwig. "Dadurch kann sich natürlich eine Verschiebung der Veranstaltungen ergeben."

Zudem soll es auch wieder drei Schnupperkurse im Rahmen der ADAC MX Academy powered bei KTM geben, die der Fürstwalder Ortsclubs des Regionalverbandes Berlin-Brandenburg seit einigen Jahren ausrichtet. Der MC Fürstenwalde ist einer von bundesweit sieben Stützpunkten der Academy. Los gehen soll es nach bisherigem Stand der Termine am 16./17. Mai, vorausgesetzt, die Lage lässt es zu. Dem folgen dann noch zwei Termine im Juli.

Neue Kinderstrecke

Übrigens: In Sachen Nachwuchs-Rennsport hat sich auf dem etwa zwölf Hektar großen Gelände an der James-Watt-Straße 5 in Fürstenwalde in diesem Jahr schon einiges getan. "Nach den vielen Arbeitsstunden in den Wochen zuvor ist am 29. Februar unsere neu gestaltete 65/85er Kinderstrecke eröffnet worden", freut sich Ludwig. "Die Streckenführung hat sich dabei fast verdoppelt, es gibt mehr Sprünge, ein Waschbrett und schnellere Kurven. Die Piste ist also anspruchsvoller geworden." Und dass die MCF-Sandfüchse – die Kinderabteilung des Clubs – vollständig dabei waren und ihr Domizil in Besitz genommen haben, versteht sich von selbst.

Neben fünf, sechs Trial-Sektionen und der Fläche für die RC-Cars (Modellbau-Autos) gibt es beim MCF auch je eine Enduro- und Motocross-Piste. Und an Letzterer wurde und wird auch weiter fleißig gewerkelt. "Wir wollen die neue Strecke, die fertig aber noch nicht von der Motorsportbehörde abgenommen ist, im nächsten Jahr mit einem größeren Rennen einweihen", kündigt Ludwig an. "Sie bekommt jetzt noch eine neue Start- sowie eine Bewässerungsanlage", ergänzt der 49 Jahre alte Clubchef.

Marko Ludwig, der dem Verein seit 2009 angehört und diesen seit 2011 führt, hat übrigens selbst bereits einen Wettkampf in diesem Jahr absolviert. Beim Enduro-Saisonauftakt belegte er auf der Anlage des MC Wolgast einen Mittelfeldplatz bei den Senioren 40. "Die Läufe wurden in kleinen Startgruppen in Angriff genommen und haben großen Spaß gemacht. Es wird wohl für längere Zeit erst einmal das letzte Rennen gewesen sein."

Deren viele organisierte der MC Fürstenwalde in seiner Vereins-Geschichte, die auch wechselhafte Zeiten hatte. 15 Frauen und Männer gründeten den Club 1958. Die erste Cross-Strecke entstand in Palmnicken. Die Mitgliederzahlen stiegen, doch 1989, zum Ende der DDR, folgte der Einbruch. "Es waren nur noch sieben Mann übrig", weiß Lothar Fritzsche, der früher viele Jahre lang MFC-Chef war. 1996 kam der Club mit Hilfe der Stadt zu seinem heutigen Gelände. Die eine Hälfte hat der MFC von der Kommune gemietet, die andere gehört ihm selbst.

Lob für Rennstrecke

Die Heimstatt der Spreestädter hat sich seit dem stark verändert und wird weit über die Landesgrenzen hinaus von Motorsportlern hoch geschätzt. "Ich habe selten solch eine schöne und gute Rennstrecke gesehen", hatte beispielsweise der Parchimer Horst Kaiser vom MC Rehna vor zwei Jahren beim Enduro-Pokal gelobt.

Solche Aussagen freuen natürlich den Club, der derzeit 250 Mitglieder zählt, darunter mehr als 60 Kinder und Jugendliche. Letztere werden von zehn ausgebildeten und lizenzierten Trainern betreut, die zum Teil selbst noch aktiv sind. Und alle freuen sich darauf, dass es irgendwann wieder losgeht. Allerdings wird es nach Absage des Arbeitseinsatzes am 28. März, der Mitgliederversammlung am 1. April und des drei Tage später vorgesehenen Saisonauftakts in den nächsten Wochen ziemlich still sein an der Strecke.

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