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Freizeitbad
In der Sauna vom Fürstenwalder Schwapp darf wieder geschwitzt werden

Andreas Schmaltz / 30.07.2020, 03:00 Uhr - Aktualisiert 30.07.2020, 17:27
Fürstenwalde (MOZ) Malern, schleifen, Wände einreißen. Die Mitarbeiter des Fürstenwalder Freizeitbads Schwapp waren in den vergangenen Monaten sehr geschäftig. "Wir haben die Zeit gut genutzt", sagt Werkleiter Sebastian Fröbrich, der die fast fertige Decke im Saunabereich begutachtet. Hier sollen ab Montag die Gäste wieder zum Schwitzen gebracht werden.

Nach einem Wasserschaden, war die Folie, die die Decke im Saunabereich bildete, nicht mehr zu gebrauchen. Sie musste dringend saniert werden. Anstatt die Folie zu ersetzten, hat sich das Schwapp für eine Gestaltung mit Industriecharme entschieden. Lüftungsrohre und Stahlträger liegen nun frei. Zusammen mit dem anthrazitfarbenen Anstrich und Retro-LED-Birnen, die in Metallkäfigen von der Decke hängen ergibt sich ein rustikales, aber angenehmes Ambiente.

Sauna-Decke im Fürstenwalder Schwapp günstiger als geplant

"Wir konnten viel mit den eigenen Mitarbeitern der Haustechnik machen", erklärt Fröbrich, der seit Anfang Juli das Schwapp leitet. Als er seine Stelle antrat, war gerade die Deckenverkleidung heruntergenommen worden. "Dank dem Engagement der Mitarbeiter", wie Fröbrich sagt, kostete die Sanierung der Saunadecke etwa 10.000 Euro. Eingeplant waren 100.000 Euro. Nur die Anstrich der Decke sei von einer Fremdfirma gemacht worden. Das Hygienekonzept für den Saunabereich ist beim Gesundheitsamt des Landkreises eingereicht, sagt Fröbrich. Demnach könnten 34 Gäste gleichzeitig die Sauna im Schwapp besuchen. Jedoch können nur vier der Saunen, die eine Mindesttemperatur von 80 Grad Celsius erreichen, genutzt werden. Und auch beim Schwitzen gilt das Abstandsgebot. Fröbrich appelliert an die Gäste selbständig auf die Einhaltung zu achten. Die Sauna-Mitarbeiter seien genau geschult und würden dies überprüfen.

Größere Arbeiten stehen im Spaßbad an. Deutlich zu erkennen sind die herausgebrochenen Fliesen in der Beckenwand. Sie weisen auf den Sanierungsbedarf der in die Jahre gekommenen Anlage hin. "Der Plan ist, schnellstmöglich die abgefallen Fliesen wieder anzubringen", sagt Fröbrich. Damit werde man eine Weile durchkommen.

Derzeit werden Angebote für die Reparatur eingeholt. Der Werkleiter hofft, das Spaßbad vielleicht zum Ende des Jahres wieder öffnen zu können. "Wichtig ist, das wir wieder genügend Einnahmen haben", sagt Fröbrich. Nach aktuellen Stand der Hygienerichtlinien könnten im Spaßbad immerhin 160 Badegäste Platz finden.

Schwapp-Außenanlage öffnet am 10. August

Die Außenanlage des Freizeitbades soll am 10. August wieder geöffnet werden. Bürgermeister Matthias Rudolph (BFZ) hatte ursprünglich mitgeteilt, dass versucht werde, den Mangel im Außenbecken bis Mitte Juli abgestellt zu bekommen. Doch noch laufen dort die letzten Vorbereitungen. Auch hier wurde saniert. Das Außenbecken erhielt eine neue Umrandung und die neuen Mosaiksteine warten noch darauf eingesetzt zu werden. "Das ist möglich, weil wir bei der Saunadecke Geld gespart haben", sagt Sebastian Fröbrich. Die Kosten für die Maßnahmen hätten sich auf unter 10 000Euro belaufen. 50 bis 75 Gäste können den Außenbereich besuchen, in Becken selbst sind maximal 23 Personen erlaubt. Jetzt hofft Fröbrich, dass die Gäste auch kommen.

Streitigkeiten um den Werkleiter-Posten

Politisch noch immer umstritten unter Fürstenwaldes Stadtverordneten ist der Posten des Werkleiters, den Sebastian Fröbrich Anfang Juli antrat. Laut der geltenden Satzung des Schwapp hat Bürgermeister Matthias Rudolph (BFZ) das Amt inne. Die Stadtverordnetenversammlung (SVV) hatte zwar im Dezember 2019 dafür gestimmt, die Satzung zugunsten einer Personalstelle als Werkleiter zu ändern, doch die Kommunalaufsicht erachtete den Beschluss aufgrund von Formfehlern als nicht ordnungsgemäß. Die SVV lehnte eine geänderte Satzung im Juni ab. Am 3. September wird darüber erneut verhandelt. ⇥ans

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