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Dirk Michaelis und Band begeistern bei ihrem Tourauftakt im Friedrich-Wolf-Theater

Seine Stimme ist wie ein Sonnenschein

Mal rockig, mal sanft: Dirk Michaelis sang und spielte Gitarre – so leidenschaftlich, dass eine Saite riss.
Mal rockig, mal sanft: Dirk Michaelis sang und spielte Gitarre – so leidenschaftlich, dass eine Saite riss. © Foto: MOZ/Gerrit Freitag
Janet Neiser / 24.11.2011, 07:12 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Große Stimme, ganz große Gefühle, großartiger Künstler – so lässt sich das Konzert von Dirk Michaelis im Friedrich-Wolf-Theater in wenigen Worte zusammenfassen. Reden werden die meisten, die ihn hören und sehen konnten, länger davon. Der 49-jährige Sänger hat bei seinem Tourauftakt von „Ein Feld aus Gold“ am Dienstagabend für Gänsehaut, begeisterte Pfiffe, tosenden Applaus und eine gerissene Gitarrensaite gesorgt – und zwar auf ganz sympathische Weise. Er flirtet und scherzt mit dem Publikum, singt sich die Stimme aus dem Leib und kann vor allem auch über sich selbst lachen, wenn er sich mal verspricht oder sich wie beim allerletzten Song mit dem Text verhaspelt. Alles gar nicht schlimm, alles menschlich – wenn Dirk Michaelis auf der Bühne steht. „Die Gruppe Karussell hat sich vor 22 Jahren aufgelöst“, sagt er. „Ich versuche seitdem, das nicht zu tun. Aufhören geht nicht.“

Aufhören darf er auch nicht.Das wäre ein Verlust – für vorhandene und künftige Fans. Denn zumindest an diesem Abend macht er alles richtig. „Vergessen wir die Welt“ heißt sein erster Song. Dass die Melodie von Snow Patrols „Chasing Cars“ kommt, vergisst man dabei ganz schnell. In diesem Moment ist es sein Song – ganz und gar. Und genau das ist auch das Ziel seines neuen Albums „Dirk Michaelis singt ...“, auf dem er Welthits verschiedener Künstler präsentiert. „Feld aus Gold“ zum Beispiel von Sting. Wunderbar. Poetisch. Berührend. Und als er nach der Vorlage von Norah Jones den „Sonnenschein“ besingt, da überträgt seine Stimme die Wärme.„Unheimlich gefühlvoll, einfach fantastisch“, lautet das Urteil von Heide Kuss, die spontan aus Seelow angereist ist. Und Jens Bullerjahn aus Frankfurt lobt das hohe musikalische Niveau. „Da singt nicht nur jemand irgendetwas nach“, sagt er – auch in Richtung der zwei Backgroundsänger und der anderen vier Bandmitglieder.

Zum Programm gehören aber nicht nur Songs des neuen Albums. Immer wieder erklingen auch ganz eigene Titel. Und ein großer Hit darf natürlich nicht fehlen: „Als ich fortging“. Das ist einer der ganz innigen, ruhigen Momente dieses Konzertes. Kurz darauf hält es die 133 Besucher nicht mehr auf ihren Stühlen. Sie feiern Dirk Michaelis und er lässt sich feiern.

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