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Versteigerung
Landkreis geht neue Wege bei Villen-Verkauf

Steht seit fast fünf Jahren leer: Die Villa Scharfenberg, in der zuletzt Mitarbeiter des Entsorgungsunternehmens AWU arbeiteten.
Steht seit fast fünf Jahren leer: Die Villa Scharfenberg, in der zuletzt Mitarbeiter des Entsorgungsunternehmens AWU arbeiteten. © Foto: Christian Schönberg
Ingmar Höfgen / 20.11.2018, 17:58 Uhr
Wittstock Seit fast fünf Jahren steht der umgangssprachlich als „Villa Scharfenberg“  bekannte, frühere AWU-Verwaltungssitz in Wittstock leer. Am 7. Dezember unternimmt der Landkreis als Eigentümer einen neuen und ungewöhnlichen Versuch, die Immobilie zu verkaufen.

Bei einer öffentlichen Versteigerung in der Friedrichstraße 180 in Berlin kommt das Haus unter den Hammer. Stolze 220 000 Euro sind als Mindestgebot aufgerufen. Laut Bebauungsplan darf die Liegenschaft nur gewerblich genutzt werden.

Das Auktionshaus Karhausen beschreibt das Gebäude im Versteigerungskatalog mit „insgesamt ordentlicher und gepflegter Zustand, in Teilbereichen sanierungsbedürftig“. Weiterhin werden aufsteigende Feuchtigkeit sowie Putz- und Mauerwerksschäden erwähnt. Das Grundstück, das dazugehört und mitversteigert wird, ist rund 19 374 Quadratmeter groß. Auch eine Unterstellhalle mit Werkstatt sowie eine Lagerhalle werden mitveräußert.

Wie der Kreis mitteilte, wurde das nicht unter Denkmalschutz stehende Haus etwa um das Jahr 1900 errichtet. Von Oktober 2005 bis Februar 2007 wurde es komplett saniert. Es steht seit Ende 2013 leer, als das Entsorgungsunternehmens AWU Ostprignitz-Ruppin, das zu 51 Prozent dem Landkreis und zu 49 Prozent der Alba plc & Co. KG gehört, nach Märkisch Linden umzog.

Seitdem laufen Versuche, das sanierte Haus loszuwerden. Bereits im Jahr 2014 fasste der Kreistag den Beschluss, die Liegenschaft mittels öffentlicher Ausschreibung, Makler oder Auktionshaus an den Meistbietenden zu veräußern, nachdem es für Verwaltungszwecke nicht mehr benötigt wurde. Das Grundstück wurde zum Verkauf in regionalen Tageszeitungen, aber auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung angeboten, teilte der Kreis weiter mit.

Diese Versuche  sei erfolglos verlaufen. Auch die Hinzuziehung eines Maklers und die Nutzung von Immobilienportalen der Sparkasse und im Internet führte nicht zum Verkaufserfolg. Daher wurde nun der Weg der Versteigerung über ein Auktionshaus gewählt. „Der Startpreis wurde nach gemeinsamer Besichtigung des Objektes mit dem Auktionshaus festgelegt“, teilte der Kreis mit.

Die Versteigerungen der Karhausen AG nutzen immer wieder Kommunen, um problematische Immobilien zu verkaufen. Unter anderem verkaufte die Gemeinde Karstädt (Prignitz) vor sechs Monaten so drei Objekte..

Versteigerung

■ Die freiwillige Versteigerung am 7. Dezember in der Friedrichstraße 180 in Berlin ist öffentlich. Jeder kann, als Anwesender oder per Telefon, für die Villa Scharfenberg und 60 weitere Bahnhöfe, Häuser und Grundstücke mitbieten.

■ Zusätzlich zum höchsten Gebot muss der Ersteigerer noch 7,14 Prozent Auktionscourtage, 6,5 Prozent Grunderwerbssteuer sowie Notarkosten bezahlen.

■ Weitere Informationen: www.karhausen-ag.de.⇥(ih)

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