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Tarifstreit
Ver.di fordert Ruppiner Kliniken heraus

Ivo Garbe von Ver.di vor rund 100 Beschäftigten der klinken am Donnerstag.
Ivo Garbe von Ver.di vor rund 100 Beschäftigten der klinken am Donnerstag. © Foto: Christian Schönberg
Christian Schönberg / 07.12.2018, 06:53 Uhr
Neuruppin (MOZ) Rund 1 000 Beschäftigte der Ruppiner Klinken sollen mehr Geld erhalten. Das will zumindest die Gewerkschaft Ver.di erreichen – und ab Mitte Januar mit der Geschäftsführung darüber verhandeln.

Am Donnerstag ist das Ver.di-Angebot im kreiseigenen Unternehmen vorgelegt worden. An erster Stelle steht ein Weihnachtsgeld nach westdeutschem Tarif. Sollte das so durchgehen, wären die Ruppiner Kliniken das erste ostdeutsche Krankenhaus, das diese Zusatzleistung auf solchem Niveau gewährt.

Zudem gehe es um Anpassungen in den Gehaltsstufen und in der Stufenlaufzeit. „Die Steigerungen pro Stufe fallen immer noch niedriger aus als im Westen“,  sagte Ver.di-Verhandlungsführer Ivo Garbe am Donnerstag. „Und Beschäftigte hier brauchen länger, um in die Endstufe zu kommen.“ Nach 28 Jahren Einheit müssen solche Ungerechtigkeiten aufhören, so Garbe. Es sei jetzt Zeit, den klaren Lohnabstand zum Westen anzugleichen.

Dass die Forderungen hoch sind, hat Garbe zufolge vielerlei Gründe. So ist Neuruppin als Schwerpunktkrankenhaus ein wichtiger Anker der Daseinsvorsorge, der vor allem von den Beschäftigten getragen werde. „Sie haben eine angemessene Wertschätzung verdient“, betont Garbe. Außerdem seien die Kassen der Krankenversicherer voll, und auch die Politik habe erkannt, wie wichtig es sei, die Pflege gut zu vergüten, um den immer wichtiger werdenden Beruf attraktiver zu machen. Ver.di will am 14. Januar, zwei Tage vor der ersten Hauptverhandlungsrunde, eine große Mitgliederversammlung bei der PRO Klinik Holding einberufen. Dort werde gemeinsam begutachtet, was die Unternehmensführung an Forderungen vorgelegt hat.

Dem RA gegenüber reagierte die Unternehmensführung mit einer kurzen Stellungnahme: Dort heißt es, dass das Ergebnis der Tarifvertragsverhandlungen „sowohl eine angemessene Vergütung der Leistungen der Kollegen als auch die schwierigen ökonomischen Rahmenbedingungen verbinden“ müsse.

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