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Autohaus Treskow
Zigarettenkippe überführt Einbrecher

Amtsgericht Neuruppin (Symbolfoto).
Amtsgericht Neuruppin (Symbolfoto). © Foto: Reinhard Düsterhöft
Ingmar Höfgen / 07.12.2018, 13:06 Uhr
Treskow Vor ziemlich genau vier Jahren wurde das Autozentrum Treskow von Einbrechern heimgesucht. Dabei verschwanden nicht nur Bargeld und ein Safe, auch ein Kunden-Auto wurde mit den gefundenen Schlüsseln vom Hof gefahren. Am gestrigen Donnerstag verurteilte das Amtsgericht Neuruppin einen der vermutlich vier Täter zu 18 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung.

Klar wurde: Der 35-jährige geständige Berliner, der dem Richter Jan Eßer und den beiden Schöffen freimütig über die Tat und aus seinem Leben berichtete, ist wohl das kleinste Licht aus der Gruppe und eher zufällig dabeigewesen. Gegen drei andere deutsche Männer wird vor dem Landgericht Potsdam verhandelt. Seit Anfang 2017 liegt dort die Anklage vor, einen Verhandlungstermin gibt es noch nicht.

Der nur in Neuruppin angeklagte Christian E. jedenfalls sei damals, vor vier Jahren, vor die Entscheidung gestellt worden, der Wohnung verwiesen zu werden – oder mitzukommen nach Treskow. Erst eine halbe Stunde, in der die anderen sich schon auf dem Gelände umtaten, sei er auch dazugerufen worden. Denn der Safe, der sei zu schwer gewesen. E. glaubt aber, dass es sich um eine „Mutprobe“ handelte, die die anderen mit ihm veranstalteten.

Den Safe konnten die Einbrecher nicht ohne Weiteres leerräumen, er wurde deshalb aus der Wand gebrochen. Dann fuhren die Diebe damit weg und öffneten ihn im Wald. Dort fand ihn wenig später ein Einwohner aus Protzen. Zum Glück für das Autohaus: Die meiste Schlüssel und Papiere waren noch drin.

Aber ein Auto ließen die Einbrecher doch mitgehen, es fand sich später in Berlin an, mit einem geklautem Nummernschild. Für ein zweites Auto soll der Gruppe ein Fahrer gefehlt haben.

Ein Mitarbeiter des Autohauses schätzte den Schaden auf 10 000 Euro. Einen Sicherheitsdienst, der regelmäßig kontrolliert, habe es damals gegeben. E. hatte zuvor gesagt, dass die Gruppe sich etwa zwei Stunden lang im Autohaus aufgehalten hatte. Auf seine Spur kamen die Beamten durch eine DNA-Analyse eines Zigarettenstummels. E., der drei Kinder hat, hatte wegen einer Beziehungstat zuvor schon im Gefängnis gesessen und war so bei der Polizei bekannt. (ih)

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