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Windenergie
Windrad nahe Wittstock abgestürzt

Nahe Wittstock ist ein Windrad abgestürzt.
Nahe Wittstock ist ein Windrad abgestürzt. © Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Ulrike Gawande / 31.01.2020, 14:26 Uhr - Aktualisiert 04.02.2020, 16:13
Wittstock (MOZ) Am Freitagmorgen gegen 8 Uhr ist im Windpark Groß Haßlow der obere Teil einer 71 Meter hohen Windkraftanlage abgestürzt. Nach Aussage von Polizeisprecherin Dörte Röhrs seien nicht nur die 58 Meter langen Rotorblätter abgebrochen, sondern auch ein Teil des Sockels.

"30 Meter stehen noch. Das Gelände wurde weiträumig abgesperrt." Es habe "gerumst" wie bei einem Gewitter, berichtet Groß Haßlows Ortsvorsteher Wolfgang Ramin. Bis ins rund 700 Meter entfernte Dorf war der Knall zu hören. Insgesamt zehn Anlagen gehören zu dem Windpark, der 2007 von Windenergie Wenger-Rosenau aus Nietwerder geplant wurde und  von der HAT Aiwanger GmbH aus Esselbach in Bayern betrieben wird. Inhaber Helmut Aiwanger hatte Freitagmittag erst von dem Unfall erfahren und wollte sich sofort auf den Weg nach Wittstock begeben, um sich ein Bild des Unfalls machen zu können. Erst danach will er sich zu dem Vorfall äußern.

"Das Landesamt für Umwelt (LfU) hat heute unmittelbar die Stilllegung aller Anlagen gleichen Typs am Standort verfügt", betont LfU-Pressesprecher Thomas Frey. Die Abschaltung aller zehn Anlagen hat Betreiber Aiwanger bereits veranlasst. Die Ursache für den Unfall sei noch unklar, so Frey. Die zuständigen Behörden ermitteln inzwischen. "Ähnliche Fälle sind in der Region bisher nicht bekannt." Brandenburgweit gibt es rund 4 000 Anlagen. Frey: "Eine Konsequenz wird daher mindestens die Prüfung der baugleichen Anlagen am Standort sein."

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