Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Ursache unklar
Großes Windrad in Park bei Wittstock abgebrochen

Eine Windenergieanlage steht in einem Wald.
Eine Windenergieanlage steht in einem Wald. © Foto: Patrick Pleul/dpa
dpa / 31.01.2020, 17:14 Uhr
Wittstock (dpa) In einem Windpark bei Wittstock ist am Freitag der obere Teil eines etwa 70 Meter hohen Windrades abgestürzt.

Die schweren Teile wie Rotor und Nabe sowie die Flügel seien meterweit auf einem Feld verteilt, wie eine Polizeisprecherin in Neuruppin sagte. Anwohner hätten vorher einen lauten Knall gehört. Das zuständige Amt und der Betreiber des "Windparks Klein Haßlow" hätten danach alle anderen Windräder aus Sicherheitsgründen abschalten lassen. Verletzt wurde niemand. Die Ursache für den Einsturz sei noch unklar.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Dirk Mohrmann 01.02.2020 - 16:20:37

Windräder sind eine Gefahr

Moderne Windräder erreichen mit dem Rotor eine Gesamtbauhöhe von gut 200 Metern. Das entspricht einem kleineren Mittelgebirge und wir wissen, dass selbst diese eher unscheinbaren Berge auf der Leeseite Föhnerscheinungen aufweisen. Setzt man auf diese Hügel ein Windrad, wird die Wirkhöhe verdoppelt. Aber das ist nicht der einzige Effekt. Die von den Windrädern erzeugte Wirbelschleppe kann sich bis zu 40 Kilometer hinter dem Windrad auswirken. Was macht das mit dem lokalen Klima? Streicht mäßiger Wind übers Land, dann gilt meteorologisch gesehen: Die Windgeschwindigkeit nimmt mit der Höhe nach unten ab. Je nach geomorphologischer Lage kann sie am Boden nur noch halb so groß sein und auch die Richtung ändert sich um bis zu 40 Grad. An geschützteren Stellen kann der Wind so weit abnehmen, dass er kaum noch spürbar ist. Trifft nun Sonnenschein auf die Erde, erwärmt sich diese, weil nur wenig Wind über den Boden streicht. Diese lokale Erwärmung bildet warme Luftblasen, die sich beim ungestörten Aufstieg vereinigen und so die Zellen bilden, aus denen Regenwolken entstehen, bis hin zu heftigen Gewittern. Wir wissen aber auch, dass solche Zellenbildungen im Lee von Bergen kaum auftreten können. Wegen des Föhneffekts. Baut man nun auf diese Hügel große Windräder, wird dieser Föhneffekt drastisch verstärkt. Wann werden wir endlich die Lobbyisten, Politiker, Betreiber von WKAs und das indoktrinierte Volk dazu bringen, daß sie lernen, daß Windmühlen den Klimawandel enorm begünstigen?

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG