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Coronavirus
Verdachtsfall an Wittstocker Oberschule

Coronaverdacht an Wittstocker Oberschule.
Coronaverdacht an Wittstocker Oberschule. © Foto: CHIP SOMODEVILLA
MOZ / 17.03.2020, 14:40 Uhr - Aktualisiert 17.03.2020, 15:37
Wittstock (MOZ) Das Gesundheitsamt des Landkreises Ostprignitz-Ruppin ordnet für den Dienstag, 17. März,  vorsorgliche Schutzmaßnahmen zur Verhütung der Ausbreitung von Coronaviren an der Polthier-Oberschule in Wittstock an. Die Schüler, Eltern und Lehrer der Oberschule wurden bereits am  Montag, 16. März, informiert. 

Nach jetzigem Kenntnisstand hatte ein Lehrer der Schule Kontakt zu einer infizierten Person aus dem Landkreis Oberhavel. Bis zum 13. März setzte der Lehrer seinen Unterricht fort. Eine Meldung an das Gesundheitsamt kam am Vormittag, des 16. März. Am Nachmittag wurde dem Kreisgesundheitsamt vom Amtsarzt in Oberhavel das positive Testergebnis der infizierten Kontaktperson bestätigt. Gestern wurde der Wittstocker Lehrer getestet. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor. Nach derzeitigem Erkenntnisstand handelt es sich damit um einen "begründeten Verdachtsfall".

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Daher wurde die Schließung der Polthier-Oberschule angeordnet. Ebenso ist eine häusliche Isolierung der Schüler und Lehrer bis zum 27. März erforderlich. Die Dauer der vorsorglichen Schutzmaßnahme ergibt sich aus der maximalen Inkubationszeit von 14 Tagen, gerechnet ab dem Tag des letzten Kontaktes am 13. März. Die Familienmitglieder und Haushaltskontakte der Schüler und Lehrer sind nach einer Risikoanalyse des Gesundheitsamtes von der häuslichen Isolierung nicht betroffen, da in diesem Fall nur ein einzelner Lehrer Kontakt zur infizierten Person hatte. Die Angehörigen und Haushaltskontakte können arbeiten, sollten aber auf Empfehlung des Gesundheitsamtes auf engeren Kontakt zu den Ansteckungsverdächtigen während der häuslichen Isolierung verzichten und in räumlichem und zeitlichem Abstand verbleiben.

Eine Testung der Schüler und Lehrer ist nicht erforderlich, wenn keine Symptome wie Fieber, Husten und Kurzatmigkeit auftreten. Personen in häuslicher Isolierung, die Symptome haben, sollten beim Husten und Niesen Abstand halten oder sich wegdrehen und sich die Armbeuge oder ein Taschentuch, das sie sofort entsorgen, vor Mund und Nase halten. Auch das regelmäßige und gründliche Waschen mit Wasser und Seife ist zu empfehlen. Dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit das eigene Risiko einer Ansteckung deutlich verringert, ist nicht wissenschaftlich belegt (kein Eigenschutz).

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