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Unglücksfahrer bisher tadellos

Dietmar Stehr / 18.09.2017, 18:14 Uhr
Herzsprung (MZV) Nach dem schweren Unfall mit einem Flixbus am Sonntag auf der A24 zwischen Herzsprung und Wittstock werden die Untersuchungen zu den näheren Umständen noch mindestens zwei Wochen andauern.

So hat die Polizei ein toxikologisches Gutachten in Auftrag gegeben, das die Fahrtauglichkeit des Buspiloten einschätzen soll. Nach eigenen Angaben hatte der Mann Medikamente zu sich genommen. Welche das waren, dazu machten weder die Ermittler noch Flixbus Angaben.

Nach Auskunft des Fernbus-Unternehmens gilt der 52Jahre alte Unglücksfahrer als "sehr erfahren und zuverlässig". Er sei seit rund einem Jahr über ein Partnerunternehmen "sicher und unfallfrei" für Flixbus tätig gewesen. Es lägen keinerlei Hinweise auf eine regelmäßige Medikamenteneinnahme des Fahrers vor. Sämtliche bei ihm vorgenommenen Drogen- und Alkoholtest seien in der Vergangenheit negativ verlaufen - also ohne Beanstandung.

Wie berichtet, hatte der Fahrer des Linienbusses beim Überholen erst einen neben ihm fahrenden Wagen gerammt und dann einen weiteres Auto rund 650 Meter vor sich her geschoben, ehe der Bus in der Böschung zum Stehen kam und umzustürzen drohte. Die zwei Insassen des mitgeschleiften Wagens kamen verletzt ins Krankenhaus. Auch der Busfahrer erlitt leichte Blessuren und wurde medizinisch versorgt. Einige der 62zahlenden Fahrgäste auf der Linie Berlin-Hamburg-Kiel erlitten einen Schock, blieben ansonsten aber unversehrt. Ein Ersatzbus brachte sie schließlich ans Ziel.

Warum der Bus so lange zum Stoppen brauchte, ist bislang völlig unklar. Laut Polizeisprecher Toralf Reinhardt gibt es aber keine Hinweise darauf, dass der Fahrer vorübergehend sein Bewusstsein verloren haben könnte. Beim Eintreffen der Rettungskräfte sei er ansprechbar gewesen. Auch seitens der Fahrgäste habe niemand geäußert, dass der Mann nicht Herr seiner Sinne gewesen sei.

Wegen des Unfalls kam es auf der A24 bis zum Montagmorgen zu massiven Behinderungen.

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