Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Gewerbegebiet
Großhändler Unimet schließt Standort in Neuruppin

Der Großhändler Unimet will sich neu ausrichten.
Der Großhändler Unimet will sich neu ausrichten. © Foto: PR
Markus Kluge / 28.05.2018, 20:31 Uhr
Neuruppin (MOZ) Das Großhandelsunternehmen Unimet schließt seinen Standort im Neuruppiner Gewerbegebiet Treskow, weil es sich umstrukturieren möchte. Betroffen davon sind 84 Mitarbeiter.

Die Beschäftigten wurden Ende vergangener Woche über die Auflösung des Standortes innerhalb eines Jahres informiert. Einige Angestellte aus der Verwaltung und dem Lager bekamen per Teilbetriebsübergang einen neuen Job angeboten – allerdings im niedersächsischen Oyten. Alle anderen erhielten ihre Kündigung für Anfang 2019. Betroffen von der Umstrukturierung der Firma, die rund 25 000 Garten-, Haushalts-, Elektro- und Werkstattartikel vertreibt, sind auch die Standorte im bayrischen Burgthann mit 130 Angestellten und die Niederlassung in Hachenburg (Rheinland-Pfalz), in der 113 Mitarbeiter arbeiten. Sie sind laut Unimet entweder unrentabel oder entsprechen nicht der neuen Ausrichtung des Betriebes, der in vier Orten 650 Mitarbeiter zählt, sich aber verkleinern und Aufgaben abgeben will. Bereits im Sommer 2017 war ein Lager in Hildesheim mit 46 Angestellten geschlossen worden.

Ziel der Neuausrichtung ist es laut Unimet, künftig auf mehreren Vertriebswegen der führende deutsche Anbieter für Garten-, Haushalts-, Elektro- und Werkstattartikel zu werden. Um das zu erreichen, sollen Betriebsabläufe modernisiert werden. Dafür seien Investitionen in Höhe eines einstelligen Millionen-Euro-Betrags nötig. „Wir stellen uns den Auswirkungen der Digitalisierung auf unser Geschäft“, so Unimet-Geschäftsführer Thomas Egberts. Durch ein Bündel von gezielten Aktionen soll es gelingen, mit einer besseren Kostenstruktur, größerer Schnelligkeit, Transparenz und Flexibilität aktuellen und künftigen Markt- und Kundenanforderungen Rechnung zu tragen. Weiterhin sollen jährlich Kosten in Millionenhöhe gespart werden, um Unimet eine Perspektive zu geben. „Wir würdigen den Einsatz und die Motivation aller unserer Mitarbeiter. Gleichwohl müssen wir den gegebenen Marktanforderungen Tribut zollen“, so Geschäftsführer Stephan Sander.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG