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Lahme Fäuste
Fehrbelliner verspielen Medaillenrang

Saubere Annahme: Auf der Mitte-Position im Fehrbelliner Faustball-Team aufgeboten, war Michael Hilker am Sonnabend beinahe überall auf dem Feld zu finden. Hier nahm er den Ball, in die Knie gehend, perfekt an. Darüber hinaus fungierte er oft als Zuspieler für die Angreifer, schloss aber auch selber über die Leine ab.
Saubere Annahme: Auf der Mitte-Position im Fehrbelliner Faustball-Team aufgeboten, war Michael Hilker am Sonnabend beinahe überall auf dem Feld zu finden. Hier nahm er den Ball, in die Knie gehend, perfekt an. Darüber hinaus fungierte er oft als Zuspieler für die Angreifer, schloss aber auch selber über die Leine ab. © Foto: Gunnar Reblin
Gunnar Reblin / 09.07.2018, 08:00 Uhr
Fehrbellin (MOZ) Beim letzten Heimspieltag des SV 90 Fehrbellin in der 2. Faustball-Bundesliga lief es einfach nicht rund. Weder beim 3:0-Pflichtsieg gegen Gnutz, das nur zu viert antrat, und noch viel weniger gegen den Berliner TS. In knapp 30 Minuten machte der Spitzenreiter kurzen Prozess, gewann locker mit 3:0. Somit verspielten die 90er am Sonnabend endgültig einen Podestplatz.

Vor allem Kapitän Marten Christ gab eine unglückliche Figur ab. Dabei ist dieses Team so abhängig vom ansonsten stark auftrumpfenden Hauptangreifer. Am Sonnabend haderte der 1,94 Meter-Hüne mit sich selbst, und seine Teamkollegen mit dem fahrigen Spiel ihres Anführers. „Und das zu recht“, gestand Christ ein. „Ich habe heute schönen Mist zusammen gespielt“, übte er Selbstkritik. „Ein großes Sorry ans Team.“

Schon vor dem ersten Spiel gab es einen Rückschlag für die Fehrbelliner. Henning Christ verletzte sich bei der Anfahrt bei einem Fahrradsturz an Arm und Bein. An einen Einsatz war nicht zu denken. Er konnte am Rand nur moralische Unterstützung leisten.

Im ersten Match gegen den TSV Gnutz, der nur vier Feldspieler auf den Rasen brachte, lieferten die Hausherren nach eigenen Aussagen eher ein Gerumpel statt eine souveräne Vorstellung ab (11:3, 11:8, 12:10). Immerhin stimmte die Feldabwehr, und auch Marten Christ hatte noch eine „sichere Faust“. Der erste Satz war schnell entschieden, nach einer 4:2-Führung zogen die 90er auf 9:3 davon. Im zweiten Durchgang wurden die Angriffe schon nicht mehr ganz so konsequent abgeschlossen. Gnutz blieb dank der Schludrigkeit der Gastgeber im Spiel (5:4, 7:5). Plötzlich führten die Gäste gar 8:7. Doch Marten Christ und Co. behielten die Nerven. Auch im dritten Satz ließen die Fehrbelliner nach einer 7:3-Führung die Zügel schleifen. Folge: 8:7. Nach einem Fehler-Festival auf beiden Seiten ging jedoch auch dieser Abschnitt an die 90er.

Kapitän Christ: „Es ist schwierig, gegen vier Spieler zu spielen. Man passt sich irgendwie an, muss im Kopf umdenken, um die Lösungen zu finden.“

Gegen den Spitzenreiter aus Berlin brauchten die Rhinstädter nicht umdenken. Jedoch spielte auch hier der Kopf nicht mit. Insgesamt konnte kaum Druck mit den Angriffen aufgebaut werden. So war es den Berlinern ein Leichtes, die Bälle abzuwehren, ihrerseits zuzustellen und zu punkten. Denn mit Timon Lützow hat die Turnerschaft einen erstklassigen Hauptangreifer in ihren Reihen. Nur zu Beginn des zweiten Satzes, als die 90er für mehr Stimmung in den Reihen sorgten, waren sie annähernd gleichwertig. Doch dann patzte ausgerechnet der sonst so zuverlässige Kapitän. Marten Christ kam aus dem Teufelskreis nicht mehr heraus. Fehler um Fehler brachte den Berlinern mühelos Punkte aufs Konto. Die Satzstände: 7:11, 5:11, 6:11. Dieses Match dauerte nur knapp 30 Minuten.

SV 90 Fehrbellin: Marten Christ, Paul Hilker, Michael Hilker, Tizian Sehmsdorf, Sebastian Jäkel

Berliner TS: Marcus Nest, Florian Nest, Yannick Nest, Louis Meyer, Hendrik Schlegel, Timon Lützow

TSV Gnutz: Ole Mehrens, Dirk Sager, Sascha Ehmke, Kenneth Ramlow

Ergebnisse

Heimturnier Fehrbellin:

Fehrbellin – Gnutz 3:0

Satzstände: 11:3, 11:8, 12:10

Gnutz – Berliner TS 0:3

Satzstände 5:11, 4:11, 4:11

Fehrbellin : Berliner TS 0:3

Satzstände: 7:11, 5:11, 6:11

Tabelle, 2. Bundesliga Ost

1. Berlin ⇥16 47:4 30:2

2. Kaulsdorf 14 39:15 24:4

3. Bademeusel 14 34:19 22:6

4. Fehrbellin 14 29:21 16:12

5. DjK Berlin 14 26:26 14:14

6. VfK Berlin II⇥16 27:27 14:18

7. Schülp ⇥16 15:41 6:26

8. Gnutz ⇥14 7:39 4:24

9. Wakendorf ⇥14 9:41 2:26

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