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Straßenbau
Wenn Fußbälle zur Verkehrsgefahr werden

Kaum Platz: Nach der Sanierung könnten mehr Bälle auf der Fahrbahn landen – so die Sorge der Fußballer.
Kaum Platz: Nach der Sanierung könnten mehr Bälle auf der Fahrbahn landen – so die Sorge der Fußballer. © Foto: Siegmar Trenkler
Siegmar Trenkler / 11.07.2018, 06:00 Uhr
Rägelin (MOZ) In Rägelin wird seit diesem Frühjahr an der Landesstraße 18 gebaut. Der Abschnitt am Ortsausgang in Richtung Wittstock ist bereits fertig: Doch durch die Neuerungen ist gleich wieder die nächste Baustelle entstanden.

Die Straße ist durch die Bauarbeiten etwa einen Meter näher ans Fußballfeld der Spielvereinigung Gühlen-Glienicke/Rägelin (Spvgg)  herangerückt. Denn um dafür zu sorgen, dass niemand auf der erneuerten Straße zu schnell durch den Ort fährt, wurde eine Verkehrsinsel eingefügt, für die die Straße verbreitert werden musste. Diese Insel befindet sich direkt neben dem Eckpunkt des Spielfelds. Zudem wurde während der Arbeiten auch ein Hügel aufgeschüttet. Der Zaun des Sportplatzes ist dadurch jedoch nur noch etwa zehn Zentimeter höher als die Fahrbahn. Und genau das bereitet den Rägeliner Fußballern Sorgen. „Wenn dort jemand richtig scharf schießt, kann das für Auto-  und Motorradfahrer wirklich gefährlich werden“, sorgt sich Bernd Müller von der Spvgg.

Die Spielvereinigung kannte die Pläne, die auch bedeuteten, dass die Straße näher ans Spielfeld rückt, schon bevor die Bauarbeiten begonnen haben. „Aber dass die Verkehrsinsel so hoch wird, wussten wir nicht“, sagt Müller. Glücklicherweise gab es seit der Fertigstellung der Straße noch keine Spiele auf dem Platz. Doch im August beginnt die nächste Saison. Und dann wird wenigstens alle zwei Wochen dort gespielt. „Ich habe mich auch schon beim Amt Temnitz beschwert“, sagt Müller. Das war vor drei Wochen, und passiert ist seitdem nichts. Lediglich die Antwort, dass man dort nichts machen könne, hat Müller als Reaktion erhalten. „Der Sportverein will nicht die Verantwortung dafür übernehmen, wenn dort einmal was passieren sollte“, so der Rägeliner.

Eine Lösung wäre dabei relativ leicht zu finden, ist sich der Fußballer sicher: mit einer Erweiterung der bestehenden Ballfanganlage. Doch das ist nicht zuletzt eine Kostenfrage. „Wir haben die Anlage selbst errichtet. Wenn wir die erweitern, müsste sich das Amt an den Kosten beteiligen“, sagt Müller. Immerhin gehe es dabei um einen wenigstens vierstelligen  Betrag, den der Verein nicht allein schultern kann. „Oder das Amt sichert uns zu, dass es die Verantwortung übernimmt, wenn doch mal etwas durch einen scharf geschossenen Ball passiert“, sagt Müller. Doch lieber wäre ihm natürlich, wenn dafür gesorgt würde, dass es gar nicht erst so weit kommen kann.

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