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Gericht
Mordwaffen bleiben verschwunden

Renee G. wollte die Ermittler zu den Tatwaffen führen. An die Stelle, wo er Messer und Schere versteckt hat, konnte er sich aber nicht mehr genau erinnern. Foto: Markus Kluge
Renee G. wollte die Ermittler zu den Tatwaffen führen. An die Stelle, wo er Messer und Schere versteckt hat, konnte er sich aber nicht mehr genau erinnern. Foto: Markus Kluge © Foto: Markus Kluge
Markus Kluge / 11.07.2018, 16:05 Uhr - Aktualisiert 12.07.2018, 11:04
Radensleben (MOZ) Die Messer und die Schere, mit denen im August 2017 der Radenslebener Jörg S. ermordet wurde, sind unauffindbar. Bei einem der vergangenen Prozesstage vor dem Neuruppiner Landgericht hatte der Angeklagte Renee G. den Ermittlern angeboten, sie zu den Mordwerkzeugen zu führen, die er in Alufolie eingewickelt und versteckt haben will. Wie Richter Udo Lechtermann am Mittwoch verlas, suchte die Polizei am 28. Juni mit G. für eineinhalb Stunden nach den Beweisstücken. G. sagte aus, dass er diese neben einer Fahrbahn zwischen Radensleben und Neuruppin, in einem Graben in ein Tonrohr gelegt hat. An die genaue Stelle konnte sich G. nicht mehr erinnern, auch den Ort konnte er nicht beschreiben. Nur so viel: Er sei eine Zigarettenlänge von seinem Zuhause – dem Tatort – unterwegs gewesen. „Ich stand da auch unter Drogen“, sagte er am Mittwoch. Laut einem Bauern bei der Suche getroffen wurde, gebe es an den dortigen Flächen keine Tonrohre, sondern nur solche aus Beton und Kunststoff.

Renee G. und Steve Z. sind wegen Mordes angeklagt. Sie sollen einen 54-Jährigen mit mehr als 70 Stichen grausam umgebracht haben. Die Männer belasten sich gegenseitig. Der Prozess wird am 2. August fortgesetzt.

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