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Volle Starterfelder beim Reitverein Schönberg
Reiten im Spätsommer

Gestartet beim L-Springen am Sonnabend: Friederike Scheel war eine von 19 Teilnehmerinnen bei der so genannten Prüfung mit steigenden Anforderungen. Die Wulkowerin kam mit De eins in den Parcours. Es gewann der Liebenthaler Andreas Wulff mit Landmann vor Wolfram Grunwald aus Altlüdersdorf mit Connery sowie Markus Schiemann (Bestwind) auf Carlson.
Gestartet beim L-Springen am Sonnabend: Friederike Scheel war eine von 19 Teilnehmerinnen bei der so genannten Prüfung mit steigenden Anforderungen. Die Wulkowerin kam mit De eins in den Parcours. Es gewann der Liebenthaler Andreas Wulff mit Landmann vor Wolfram Grunwald aus Altlüdersdorf mit Connery sowie Markus Schiemann (Bestwind) auf Carlson. © Foto: Matthias Haack
Matthias Haack / 09.09.2018, 22:00 Uhr
Schönberg Auf ihr „Wochenende des Jahres“ blicken die Pferdesportler des Reitvereins Schönberg nicht ohne Stolz. Das Team um Dörte Mießner zählte für das traditionelle Turnier in Dressur und Springen 330 Pferde sowie 255 Teilnehmer aus der Region.

Das summiert sich auf 600 Starts, die seit Samstagmorgen bis zum Sonntagnachmittag angeboten wurde – ein Kraftakt für die Schönberger Mannschaft. „Wir haben den Platz seit Dienstag gewässert“, berichtete Dörte Mießner über eine der größten Sorgen im Vorfeld. Dass es mit zunehmender Zeit und Blick zum blauen Himmel dennoch staubig wurde, erklärt sich durch den über Monate ausgedörrten Boden.

Mießner & Team freuten sich über eine „sehr erfreuliche Anzahl von Teilnehmern in den Kinderprüfungen“ und auch bei den Senioren. „Wir mussten die Felder sogar blocken. Aber wir haben es geschafft, dass jeder seine Dressur allein im Viereck reiten konnte.“ In diese Luxussituation kommt der Dressurreiter nicht überall. Manchmal ist die Ablenkung durch ein zweites, aktives Reiter-Pferde-Paar groß. Was den RV Schönberg ebenso strahlen lässt: Viele der „zuverlässigen Partner kamen auf uns zu und brachten sich mit Ehrenpreisen oder Ähnlichem ein. Das ist schon die halbe Miete, wenn man nicht hinterherlaufen muss.“ Die andere unverzichtbare Größe: „Mein Helferteam. Alles ohne Bezahlung.“

Gefallen ja, aber nicht gestürzt. „Keiner kam zu Schaden“, wenngleich einige früher vom Pferderücken mussten als gewünscht, fasste Mießner am Sonntagabend die Wettkämpfe für Alt und vor allem Jung zusammen. In den Prüfungen für die Talente des Kreispferdesportverbandes meldeten extrem viele. Neben den Einsteigerprüfungen, die mit der Führzügelklasse beginnen, bis hin zur Mittelschweren Klasse in Dressur und Springen wartete ein abwechslungsreiches Programm. Allein um die Kreismeistertitel bewarben sich zehn, teilweise zwölf Reiter. „Das macht natürlich stolz, wenn man viele hinter sich gelassen hat.“ Es wurde sogar ein Podest in Eigenregie gebaut. Die Besten bekamen alkoholfreie Sektfläschen, so dass auch sie sich im Stil der ganz Großen bespritzen durften.

Mehr als 20 Prüfungen galt es zu organisieren. Abgeschlossen wurde das Traditionsturnier mit dem M-Springen und dann auch mit einer Siegerrunde. Es meldeten sich 25 an. Vier davon qualifizierten sich mit ihren fehlerfreien Ritten dafür: Dörte Herms mit Penelope eröffnete den Vierkampf in 43,58 Sekunden. Die Lentzkerin leistete sich jedoch einen Abwurf. Wolfgang Schäl kam geringfügig schneller aus dem Parcours, aber fehlerfrei. Noch schneller war Mandy Hüsemann aus Groß Nemerow. Nur riss die Mecklenburgerin einmal. Zum finalen Ritt legte dann Maike Kelpin los wie die Feuerwehr. Ein fehlerfreier Ritt im Zeitfenster (45 Sekunden) hätte der Neustädterin zu Silber gesichert, schneller als der einzige Mann im Feld sogar zu Gold. Sie schaffte beides.

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