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Wettkampf
Kindersprint hat in Neuruppin begonnen

Modern: Mit einer Lichtschranke werden die Läufe der Grundschüler gemessen. Den Teilnehmern machte das Spaß.
Modern: Mit einer Lichtschranke werden die Läufe der Grundschüler gemessen. Den Teilnehmern machte das Spaß. © Foto: Siegmar Trenkler
Siegmar Trenkler / 10.10.2018, 18:08 Uhr
Neuruppin (MOZ) Die Läufer gehen an den Start, die Ampel springt auf grün, und sofort wird es laut in der Turnhalle, weil die Mitschüler jeden einzelnen anfeuern. Nach wenigen Sekunden haben die Läufer die erste Hälfte der Strecke zurückgelegt, und müssen beim Rückweg im Slalom die aufgestellten Kegel passieren. Sobald die Ziellinie überschritten ist, taucht die Zeit auf dem Laptop auf, an dem Motivator Tobias Caspers, ein Sport-Lehramtsstudent, die gesamte Strecke überwacht. So sieht ein Lauf der Grundschüler beim Kindersprint aus. Seit Dienstag macht das Projekt an sechs Grundschulen in Neuruppin Halt. Den Start gab es am Dienstag an der Karl-Liebknecht-Schule. „Die Klassen eins bis vier nehmen daran teil. Die Schüler lieben das“, erklärt Schulleiter Mathias Jäkel. „Auch die Sportlehrer sehen das als Abwechslung. Sonst können wir die Zeit nur mit der Stoppuhr nehmen. Das hier ist ein ganz anderes Gefühl für die Schüler“, sagt er. Auch Neuruppins Sozialdezernent Thomas Fengler ist erfreut über das Projekt, das seit mehreren Jahren immer wieder auch nach Neuruppin kommt.

Das Finale wird es am Wochenende geben – außerhalb des Schulsports und als freiwillige Veranstaltung. „Wir sind im ganzen Bundesgebiet unterwegs und besuchen überall Schulen. Zuerst ist es teil des Unterrichts. Sonnabends gibt es dann noch einmal ein Rennen“, sagt Caspers. Dass das Event dann beim Sponsor des Projekts ausgetragen wird, in Neuruppin bei einem lokalen Autohaus, hat aber auch Kritiker. Daher hatte sich im Mai die Barmer als Kooperationspartner zurückgezogen, nachdem Lobbycontrol der Krankenkasse vorgeworfen hatte, Schleichwerbung zu unterstützen. Doch die Kritik kann die Neuruppiner Stadtspitze nur in Teilen nachvollziehen. „Wenn es um Sport und Bewegung geht, bin ich als Bürgermeister immer bereit, die Schirmherrschaft zu übernehmen“, sagt Rathaus-Chef Jens-Peter Golde (Pro Ruppin). Dennoch werde man bei Lobbycontrol noch einmal nachforschen und gegebenenfalls auch die Schirmherrschaft überdenken. Grundsätzlich sei das Projekt aber sinnvoll.

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