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Wirtschaft
Großhändler Unimet meldet Insolvenz an

Laut jüngsten Plänen soll der Unimet-Standort in Treskow im Frühjahr kommenden Jahres geschlossen werden. (Archivbild)
Laut jüngsten Plänen soll der Unimet-Standort in Treskow im Frühjahr kommenden Jahres geschlossen werden. (Archivbild) © Foto: Ingmar Höfgen
Markus Kluge / 06.11.2018, 11:56 Uhr
Neuruppin (MOZ) Das Großhandelsunternehmen Unimet hat Insolvenz angemeldet. Wie sich das auf den Standort Neuruppin auswirkt, der nach letzten Plänen im Frühjahr 2019 geschlossen werden soll, ist bislang unklar.

Am Freitagmittag hat die Unimet GmbH & Co. Zentral KG, deren Hauptsitz sich im niedersächsischen Oyten befindet und das deutschlandweit an vier Standorten rund 650 Mitarbeiter beschäftigt, beim Amtsgericht Verden Insolvenz beantragt.

Für die rund 70 Arbeitnehmer am Standort in Neuruppin ist das die zweite Hiobsbotschaft innerhalb weniger Monate. Erst im Mai hatte Unimet angekündigt, dass die Niederlassung in Neuruppin geschlossen wird. Als Grund dafür war die Neuausrichtung des Unternehmens genannt worden. Einige Mitarbeiter erhielten schon zu diesem Zeitpunkt ihre Kündigung zum Jahresende. Anderen Kollegen aus der Verwaltung und dem Lager bekamen per Teilbetriebsübergang eine neue Stelle angeboten – allerdings in Oyten. Wie viele Neuruppiner Unimet-Mitarbeiter dieses Angebot angenommen haben, ist Betriebsleiter Ingo Lamprecht nicht bekannt. „Die meisten wären aber wohl hiergeblieben“, sagte er am Montag. Ob dieses Angebot weiterhin steht, wie es nun mit dem Standort im Gewerbegebiet Treskow weitergeht und ob der Zeitplan der Schließung so beibehalten wird, ist laut Lamprecht noch nicht kommuniziert worden. Die offizielle Information über die Insolvenz sei dort auch erst am Montag bekanntgegeben worden.

Unimet vertreibt nach eigenen Angaben 25 000 Garten-, Haushalts-, Elektro- und Werkstattartikel. Ziel der angeschobenen Neuausrichtung war es, künftig auf mehreren Vertriebswegen und mit neuer Digital-Strategie der führende deutsche Anbieter in diesem Segment zu werden. Um das zu erreichen, sollten Betriebsabläufe modernisiert und unrentable Standorte geschlossen werden. Für die Rettung oder die Abwicklung der Holding wurde jetzt als Insolvenzverwalter ein Rechtsanwalt aus Bremen eingesetzt.

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