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Haushalt
Eine Million Euro falsch verbucht

Der ehemalige Kämmerer Andreas Neubert
Der ehemalige Kämmerer Andreas Neubert © Foto: Brian Kehnscherper
Brian Kehnscherper / 15.11.2018, 18:03 Uhr - Aktualisiert 16.11.2018, 09:14
Rheinsberg (MOZ) Das Rechnungsprüfungsamt (RPA) hat nun offiziell bestätigt, dass im Rheinsberger Finanzhaushalt 2017 etwas mehr als eine Million Euro falsch verbucht worden sind.

Rheinsbergs Kämmerer Fred Hofmann hatte den Fehler bemerkt, als  er an dem Etat für das laufende Jahr gearbeitet hatte (RA berichtete). Die Stadtverordneten beschlossen im Juni, den Fehler vom RPA prüfen zu lassen. Das Ergebnis teilte Schwochow den Abgeordneten jüngst mit. Ursache für die falsche Buchung  ist offenbar ein Fehler im elektronischen Buchungssystem gewesen. Wie der ehemalige Rheinsberger Kämmerer Andreas Neubert auf Nachfrage sagte, wird bei dem System nur im Ergebnishaushalt geplant. Den Finanzhaushalt leitet das Programm automatisch aus dem Zahlenwerk ab. Weil eine Verknüpfung falsch war, sind Einnahmen in Höhe von besagter Million Euro verbucht worden, die nicht hätten als Einnahmen verbucht werden dürfen. „Es war korrekt im Ergebnishaushalt, aber nicht im Finanzhaushalt“, so Neubert. Daher habe der Fehler seiner Auffassung nach keine Auswirkungen auf die Jahresabschlüsse. „Es hat nur Auswirkungen auf den Finanzhaushalt.“ Die Frage, wie viel Geld eine Kommune zur Verfügung habe, sei jedoch vom Ergebnishaushalt abhängig. Und obwohl im Plan für 2017 noch von einem Defizit in Höhe von 500 000 Euro ausgegangen worden ist, wurde letztlich im Ergebnis ein Plus von 1,65 Millionen Euro erzielt.

Für Neuberts Nachfolger Fred Hofmann stellt sich das etwas anders dar. Denn mit dem tatsächlich erzielten Plus könne man nicht planen. „Das liegt nur an dem glücklichen Umstand, dass das Jahr besser verlaufen ist, als angenommen worden ist“, so Hofmann. Ohne den Überschuss würde sich die falsch gebuchte Million ihm zufolge durchaus auch im Ergebnishaushalt bemerkbar machen. Und da er den Fehler für den zukünftigen Haushalt korrigiert hat, stehen ihm nun weniger Mittel zur Verfügung, als er anfangs angenommen hatte. „Wir hatten ja bereits Investitionen für 2018 geplant. Einige mussten wir jetzt bremsen beziehungsweise die Umsetzung zeitlich in die Länge ziehen“, so Hofmann. Projekte, die bereits beschlossen sind oder für die es Fördermittel gibt, sind davon nicht betroffen. Dazu zählen das Bürgerzentrum, Vorhaben aus dem Programm „Soziale Stadt“ und die Innenstadtsanierung.

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