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Fußball
Abgezocktes Kellerkind

Roland Möller / 19.11.2018, 05:45 Uhr
Alt Ruppin Von Roland Möller

Das Wochenende im Fußball-Landespokal nutzten die in diesem Wettbewerb spielfreien Eintracht Alt Ruppin und der SV Gülitz, um am Sonnabend die Partie vom 15. Punktspieltag der Landesklasse vorzuziehen. Eintracht blickt auf eine herbe Enttäuschung zurück.

Die Gülitzer reisten nach zwei deftigen Auswärtspleiten (1:8 in Nauen, 1:6 in Potsdam) diesmal in Bestbesetzung an und zeigten über 90 Minuten eine abgezockte Leistung, die mit dem ersten Saisonsieg belohnt wurde.  „Im Vorfeld habe ich mein Team noch gewarnt: Hat Gülitz alle Mann an Bord, ist es eine starke Truppe. Erstmals in der Landesklasse wurden wir vorgeführt, ein verdienter Sieg der Gäste“, fasste Eintracht-Coach Daniel Kraatz zusammen. Er sah besonders in der Zweikampfquote Vorteile beim Gast. „Ich denke, das war heute eine Kopfsache, auch die Körpersprache war nicht gut. Fehler machen alle, die darf man im Spiel nicht noch ausdiskutieren“, so Kraatz. Die Niederlage werde seine Mannschaft nicht umwerfen, ist er sich sicher, „Als Liga-Neuling sind wir noch in der Lernphase und mit Jan Platte fehlte uns der Taktgeber.“

In den ersten 20 Minuten tat sich nicht viel. Beide Mannschaften liefen den Gegner früh und energisch an, so sahen die 70 Zuschauer kaum eine gelungene Aktion. Die Strafräume schienen Tabu-Zonen für die Stürmer zu sein. Ein erstes Achtungszeichen setzte Lucas Pritzkow (17.) mit einem Distanzschuss nach einer Alt Ruppiner Ecke. Auf der Gegenseite rutschte Patrick Gruel (25.) knapp an eine Freistoß-Eingabe vorbei. Als dann der agile Sabit Almanovic toll auf den einlaufenden Gruel durchsteckte, traf der zum 0:1. Gülitz trat nun selbstbewusster auf. Nach einem Freistoß herrschte Unordnung in der Heim-Abwehr, die Gülitz nicht bestrafte. Ein Distanzschuss von Christoph Kuhblank flog knapp vorbei, einen Alimanovic-Schuss parierte Denny Fischer. Beim Heimteam waren zwar einige gute Ansätze zu sehen, aber ins gefährliche Drittel kam es nicht einmal.

Nach dem Wechsel drängte die Eintracht die Gäste in die Defensive. Einen Abstimmungsfehler zwischen Keeper und Abwehrspieler (48.) konnte Thomas Nowitzki nicht bestrafen. Als ein Einwurf der Gäste auf Alimanovic verlängerte wurde, erzielte der gekonnt das 0:2. Gülitz zog sich weit zurück, Alt Ruppin rannte an, aber ideenlos. Die Gästeabwehr gut organisiert vom erfahrenen Ex-Profi Francis Banecki (Werder Bremen) ließ nichts zu.

Für die Eintracht kam es noch schlimmer, eine Kopfballrückgabe bekam Keeper Fischer nicht richtig unter Kontrolle, und Minas Pogosjan schob zum 0:3 ein. Danach ließen Gianluca Meyer und der eingewechselte Huso Omerovic beste Kopfballchancen aus. Als Gülitz nachließ, hatte Alt Ruppin durch Ramon Schulz nach schöner Kombination über Andy Horn und Patrick Horn eine klare Chance. Einen Schuss von Andy Horn parierte Gästekeeper  Oliver Hähnke ganz stark. Der Rot-Weiße ist inzwischen 53 Jahre alt.

Den Schlusspunkt setzte der Gast, nach einem Solo traf Omerovic zum 0:4-Endstand. „Heute hatten wir endlich mal alle Mann an Bord, konnten selbst von der Ersatzbank neue Impulse setzen“, freute sich Gästecoach Bastian Owczarzak über den ersten Saisonsieg. So könne es weiter gehen, so der Coach nach dem ersten Dreier.

Alt Ruppin: Fischer - Pritzkow, Schulz, Ganzack, Schmidt, Dargelis (29. Krüger), P. Horn, Pfefferle (51. Menzel, 87. Rannefeld), Andy Horn, Wolf, Nowitzki

Gülitz: Hahnke - Banecki, Ajdarpasic,T. Wiede (57. Tseke), Kuhblank (66. Rogge), Raychouni, Meyer, Almanovic, St. Wiede, Pogosjan, Gruel (72. Omerovic)

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