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Absperrung
Bundesstraße führt durch den Weihnachtsmarkt

Sorge um die Besucher: Sollte die Schlossstraße während des Weihnachtsmarktes nicht gesperrt werden,  befürchten die Organisatoren Unfälle.
Sorge um die Besucher: Sollte die Schlossstraße während des Weihnachtsmarktes nicht gesperrt werden,  befürchten die Organisatoren Unfälle. © Foto: Jürgen Rammelt
Holger Rudolph / 23.11.2018, 19:39 Uhr
Rheinsberg Dissonanzen beeinträchtigen die Stimmung zweieinhalb Wochen vor dem Rheinsberger Weihnachtsmarkt erheblich. Bislang ist die Stadtverwaltung nicht bereit, einen Teil der Schlossstraße zur Sicherheit der Besucher wie in all den Jahren zuvor zu sperren.

Olaf Barufke organisiert seit vielen Jahren den Markt und hat, wie er dem RA am Donnerstag berichtete, auch diesmal wieder rechtzeitig die Anträge zur Straßensperrung gestellt. In den Vorjahren war die Schlossstraße zwischen Ratskeller und Langer Straße komplett gesperrt gewesen. Diesmal sei dies nun plötzlich nicht möglich, wundert sich Barufke: „In den sechs Jahren zuvor hat es immer geklappt. Ich wäre sehr traurig, wenn die Stadt nicht doch noch einlenken würde.“ So stehe das Karussell auf der einen Seite der Straße, während sich ein Großteil der Stände auf der anderen befinde. Auch sei geplant, dass eine Weihnachtskutsche mit Rentieren über die Schlossstraße auf den Markt fährt. Zudem sei auch das bei Kindern beliebte Pony­reiten wieder vorgesehen.

Ohne gesperrte Straße könne es aber dazu kommen, dass Kinder unvermittelt von der einen Seite zur anderen wollen und dabei vom fließenden Verkehr erfasst werden. Barufke hat kein Verständnis für das Verhalten der Stadtverwaltung: „Muss erst etwas passieren? Die Stadt hat mir abschließend nach mehreren Gesprächen per E-Mail mitgeteilt, der Aufwand für eine Sperrung stünde in keinem Verhältnis zur Bedeutung des Marktes.“

Bereits am Mittwochabend hatte es im Sozialausschuss Einwände enttäuschter Rheinsberger gegen das Vorgehen der Kommune in dieser Sache gegeben. So sagte der Geschäftsmann Andreas Endler, der sich am Markt beteiligt: „Die Stadt wird mit der Sicherheit ein riesiges Problem bekommen.“ Und die berufene Bürgerin Sabine Heiden nannte die Entscheidung der Kommune eine Katastrophe.  Walter Luy (CDU) stellte besorgt fest: „Es ist ernsthaft zu befürchten, dass Menschen zu Schaden kommen könnten.“ Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) äußerte sichauch zu dem Thema: „Es geht uns bestimmt nicht darum, dass das Ausfüllen von ein paar Formularen zu schwierig wäre. Ich verspreche Ihnen, mich noch in dieser Woche sachkundig zu machen.“

Schließlich schlug Detlef Pagel (SPD) vor, dass der Ausschuss der Kommune die Sperrung dringend empfehlen solle. Den Beschluss dazu fassten die Abgeordneten mit fünf Ja-Stimmen bei der Enthaltung des Ausschussvorsitzenden Hans-Georg Rieger (BVB/Freie Wähler). Als nächstes Gremium wird sich am kommenden Montag der Hauptausschuss mit dem Thema beschäftigen. Er kann der Empfehlung zustimmen oder sie ablehnen. Die Zeit drängt, denn schon am 7., 8. und 9. Dezember sind wieder Tausende von Besuchern zu erwarten, die den beliebten Markt bevölkern. Dass diesmal mitten durch das Volksfest eine nicht abgesperrte Bundesstraße verlaufen könnte, wäre sehr gewöhnungsbedürftig.

Weihnachtsmarkt

■ Der Weihnachtsmarkt wird am Freitag, 7. Dezember, eröffnet. Um 16 Uhr wird die Beleuchtung des Weihnachtsbaums und die Lichterkette angeschaltet.

■ Am Sonnabend, 8. Dezember, gibt es von 12 Uhr bis in den Abend ein Programm mit zahlreichen Auftritten.

■ Am  Sonntag, 9. Dezember,  gibt es um 10.15 Uhr einen Adventsgottesdienst in der Laurentiuskirche. Anschließend geht es mit einem Programm bis zum späten Nachmittag auf dem Weihnachtsmarkt weiter. ⇥(bk)

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