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Verbesserung
Neue Technik für Puschkin-Oberschule

Bald mit WLan? In die technische Ausstattung der Neuruppiner Puschkin-Oberschule will die Stadt investieren.
Bald mit WLan? In die technische Ausstattung der Neuruppiner Puschkin-Oberschule will die Stadt investieren. © Foto: unbekannt
Ingmar Höfgen / 05.12.2018, 18:14 Uhr
Neuruppin Mit umfangreichen Verbesserungen will die Stadt Neuruppin die Puschkin-Oberschule technisch auf einen neueren Stand bringen. Einige Mängel, die eine Schülerin kürzlich benannt hatte, räumte die Verwaltung nun auch vor den Stadtverordneten ein.

Es war ein „kleiner Ausflug“, auf den Hauptamtsleiterin Jutta Mießner die zehn anwesenden Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses am Montagabend mitnahm. Und es wurde eine Wanderung durch die technische Infrastruktur der Schule, die zuletzt in der Kritik stand. Puschkin-Schülerin Johanna Stefanie Miesbauer hatte vor zwei Wochen beklagt, dass an ihrer Schule kaputte digitale Tafeln und nicht funktionierende Beamer an der Tagesordnung seien und die Clouds, also gemeinsame Speicherplätze für Daten, zu langsam seien.

Was also ist nach Ansicht der Verwaltung dran an den Vorwürfen? Klar wurde: Es ist vieles vorhanden in der Schule, die in Sachen Technik als Vorzeigeeinrichtung gilt. Computerkabinette sind zahlenmäßig gut ausgestattet, es gibt im Gebäude fünf Beamer und vier Smartboards, also kreidelose, elektronische Tafeln. Bei einem Smartboard wurde ein Kabelbruch festgestellt, die Beamer funktionierten alle, als sie kürzlich überprüft worden. So hatte sich auch die Stadt auf eine RA-Anfrage hin geäußert.

Mit der Cloud ist nicht nur die Schülerin unzufrieden, sondern auch Mießner. „Das muss besser werden“, sagte sie. Kritisiert wurde die Geschwindigkeit, das soll laut Verwaltung aber nur bei größeren Dateien ein Problem sein. Aktuell werde das System so umgestellt, dass Schüler von zu Hause arbeiten können. Auch den Verlust von Daten räumte Mießner indirekt ein. Sie würden nicht mehr auf dem lokalen Rechner in der Schule gespeichert, sondern eben in jener Cloud. Ob die Schüler zuvor darüber informiert wurden und diese ihre Daten sichern konnten, blieb am Montag offen. In der Umstellungsphase gebe es immer Probleme, meinte Mießner. Probleme beim Einloggen führte sie auf einen neuen Anmeldevorgang zurück: Er sei für „die Schüler ungewohnt und dauert deshalb länger“.

Die technische Infrastruktur der Puschkin-Oberschule soll sich weiter verbessern. Eine neue Verkabelung und drahtloses Internet soll es bis 2021 geben. Auch die Umstellung des Betriebssystems auf Windows 10 steht bevor. Tablet-Klassen sollen bis 2022 eingerichtet werden.

Dass es auch schneller gehen könnte, bestätigte Mießner auf eine Nachfrage von Nico Ruhle (SPD) hin. Zuletzt war die Verwaltung kritisiert worden, weil sie einen möglichen Fördermittelantrag für die Puschkin-Schule wegen angeblich zu kurzer Antragsfrist nicht einreichen wollte. Zu holen waren 15 000 Euro sowie für jeden der 300 Schüler 50 Euro, die in IT investiert werden müssen. Den Antrag fristgerecht abzugeben, ließ sich schließlich doch noch bewerkstelligen.

Planungen

■ Die Stadt plant zahlreiche Investitionen in die IT-Infrastruktur der Puschkinschule.

■ Im Finanzplan sind enthalten: Erweiterung der Computerkabinette, Umstellung auf Windows 10 (beide 2019/2020), Tabletklassen (2020-2022), die Neuverkabelung und die Bereitstellung von WLan (beides 2020/2021), ein Schwarzes Brett und Smartboards (jeweils 2022).

■ Für Technik sind insgesamt 177 500 Euro, für bauliche Maßnahmen weitere  200 000 Euro eingeplant.⇥(ih)

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