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Gewalt
Demo nach Angriff auf 15-Jährigen

Fontane-Oberschule Neuruppin.
Fontane-Oberschule Neuruppin. © Foto: Daniel Dzienian
Judith Melzer-Voigt / 11.01.2019, 08:00 Uhr
Neuruppin (MOZ) Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Gewalt von Migranten und Flüchtlingen gegen deutsche Schüler – Schutz für deutsche Kinder vor Ausländern“. Beginn ist um 16 Uhr. Der Organisator – eine Privatperson – rechnet mit 50 bis 150 Demonstranten.

Polizeisprecherin Dörte Röhrs bestätigte die Anmeldung der Demo auf RA-Nachfrage. Vor allem auf der Internet-Plattform Facebook haben sich Nutzer nach dem Angriff auf den 15-Jährigen am Montag in der Fontane-Oberschule Luft gemacht. Die Einträge sind mittlerweile gelöscht worden. Es war die Rede davon, dass der Junge schwerverletzt und mit Schädelhirntrauma im Krankenhaus liegt. „Dass es Vorfälle gibt, streiten wir nicht ab“, so Polizeisprecherin Röhrs. Diese würden regelmäßig und mit Angabe der Nationalität der Täter gemeldet werden. „Aber wir können nicht damit leben, dass Sachverhalt total überspitzt dargestellt werden, damit Hass erzeugt wird.“ Das sei im Fall des 15-Jährigen so. Der Jugendliche habe zwar Kopfschmerzen und eine Beule am Kopf gehabt. Er sei auch über Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus gewesen. Von einem Schädelhirntrauma könne aber nicht die Rede sein.

In der Facebook-Diskussion nach dem Angriff wurden weitere Fälle erwähnt, in denen Ausländer Menschen schwer verletzt haben sollen. Einer davon soll sich in Lindow ereignet haben, ein anderer in Rheinsberg. In letzterem Fall hieß es, dass ein alter, fast blinder Mann von Ausländern so verletzt sein soll, dass er im Koma lag. Laut Polizeisprecherin Dörte Röhrs haben die Beamten alle Fälle in den angesprochenen Orten genau unter die Lupe genommen. In Rheinsberg gab es im Mai 2018 einen Angriff auf einen 82-Jährigen in einem Supermarkt, der von einem Syrer am Arm verletzt worden ist und eine ärztliche Behandlung abgelehnt hat. Im September vergangenen Jahres ist ein 64-Jähriger ebenfalls in Rheinsberg von Tschetschenen angepöbelt worden. Von einem fast blinden Mann, der nach einem Übergriff im Koma lag, weiß die Polizei laut Dörte Röhrs nichts.

(Kommentar Seite 2)

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