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Rallye Dakar
Timo Gottschalk fährt auf Platz 7

Timo Gottschalk.
Timo Gottschalk. © Foto: MOZ/Matthias Haack
Jürgen Rammelt / 18.01.2019, 19:01 Uhr
Rheinsberg Die Rallye Dakar 2019 ist Geschichte. Mit der Zielankunft in Lima ging der Klassiker, der diesmal über zehn Etappen nur in Peru stattfand, zu Ende. Der Rheinsberger Timo Gottschalk navigierte seinen saudischen Fahrer Yazeed Al-Rajhi auf Platz sieben.

Sieger in der Auto-Kategorie wurde Nasser Al-Attiyah aus dem Wüstenstaat Katar mit seinem französischen Navigator Matthieu  Baumel. Der Abstand von Al-Rajhi/Gottschalk zum führenden Duo betrug am Ende 4:30,56 Stunden. Bis Donnerstag lief die elfte Auflage des Wüstenklassikers auf dem südamerikanischen Subkontinent. Bei den Motorrädern heißt der Sieger Toby Price.

Auf der zehnten und letzten Etappe behauptete Al-Attiyah souverän seinen Vorsprung und gewann zum dritten Mai in seiner Karriere die Marathon-Rallye. Es war nach 2011, als er mit Timo Gottschalk und im Volkswagen die Rallye Dakar gewann, und 2015 im Mini der dritte Titelgewinn des Kataris. Für Toyota bedeutet der diesjährige Triumph den ersten Sieg in der 41-jährigen Geschichte der Dakar.

Bevor am Finaltag die ersten Top-5-Fahrer der Auto-Kategorie starteten, hatte Carlos Sainz im Mini Buggy bereits den ersten und zweiten Wegpunkt als Führender passiert. Als der Gesamtführende  ging Al Attiyah mit einem Vorsprung von 51 Minuten als letzter Pilot auf die Strecke. Sainz, der entthronte Dakar-Champion von 2018, erreichte dennoch mit einer neuen Bestzeit das Ziel.

Auf der letzten Etappe, die Al-Rajhi und Gottschalk ohne große Probleme bewältigten, starteten alle Teilnehmer ihrer Klasse in umgekehrter Reihenfolge des Gesamtklassements. Die Wertungsprüfung ging noch einmal über 112 Kilometer. Favorit Sainz sicherte sich den ersten Tagessieg in 2019. Sebastien Loeb im Peugeot, am Ende Dritter der Gesamtwertung, wurde mit 42 Sekunden Rückstand Zweiter.

Insgesamt  wartete das X-Raid-Team trotz einiger unerwarteter Pannen und Rückschläge mit einer geschlossenen Leistung auf. Mit Nani Roma als Zweitem, Jakub Przygonski als Viertem sowie mit Cyril Depres, Yazeed Al-Rajhi und Boris Garafulic landeten fünf Werksteams in Lima auf den Plätzen 2 bis 8.

Joan Nani Roma und Alex Haro (Spanien) zeichneten sich vor allem durch hohe Konstanz aus. Die amtierenden FIA Weltcup-Sieger Jakub Kuba Przygonski (Polen) und Tom Colsoul (Belgien) verpassten das Podium nur knapp. Der Wagen vom Rheinsberger gehörte in den ersten Tagen zu den Überraschungen der Dakar. Er konnte am dritten Tag sogar den zweiten Rang in der Gesamtwertung übernehmen. Doch bekamen Al-Rajhi/Gottschalk am zweiten Tag der Marathonetappe Probleme und kamen nur auf Position 24 in Arequipa an. Das bedeutete den Absturz auf Platz zehn. Sie behielten die Ruhe und arbeiteten sich ein paar Plätze nach vorn, ohne die ganz große Überraschung zu schaffen. „Wir sind froh, im Ziel zu sein und Rang sieben ist auch okay”, so Al-Rajhi. „Wir hatten zwar einige Probleme, aber wir kamen durch. Natürlich hätten wir lieber besser abgeschnitten, aber ich hoffe, dass es nächstes Jahr besser für uns läuft. Der MINI lief sehr gut. Ohne die Sorgen während der Marathonetappe wäre vielleicht alles anderes geworden. Dort haben wir viel Zeit verloren“, fasste der Saudi zusammen.

Sven Quandt, Teammanager von X-raid: „Das war eine harte Dakar. Der Pilot, der keine Fehler gemacht hat, hat gewonnen. Das gilt auch für den zweitplatzierten Nani Roma. Er hat einen tollen Job gemacht. Vor der Dakar hat er nicht unbedingt zum Favoritenkreis gehört. Für mich hat auch Kuba eine tolle Performance in dem Mini Rally, mit der älteren Evolutionsstufe, gezeigt. Viele dachten, dass er keine Chance hat, stattdessen wurde es Platz vier. Die Dakar war geprägt von viel Sand und Dünen. Sicherlich hatten wir einige technische Probleme, die uns nicht geholfen haben. Aber mit fünf Mini in den Top 10 konnten wir zeigen, wie zuverlässig sie sind.“

Gesamtergebnis

1. Nasser Al-Attiyah/Mathieu Baumel Toyota⇥34:38,142. Nani Roma/Alex Haro

JCW Rally⇥35:24,563. Sebastian Loeb/Daniel Elena Peugeot⇥36:32,324. Kuba Przygonski/Tom Colsoul Mini JCW Rally⇥37:06,455. Cyril Despres/ Jean-Paul Cottret Mini Buggy⇥37: 26,576. Martin Prokop/Jan Tomanek Ford⇥37:57,167. Yazeed Al-Rajhi/Timo Gottschalk Mini⇥39:09,108. Boris Garafulic/Filipe Palmeiro Mini Rally⇥42:36,129. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz Toyota⇥42:37,30

10. Ronan Chabot/Gilles Pillot Toyota ⇥42:48,12

13. Carlos Sainz/Lucas Cruz Mini Buggy⇥44:30,0015. Denis Krotov/Dmytro Tsyro Mini ⇥44:36,52

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