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Karneval
Von Lindow nach Athen

Illustres Publikum: Gemäß des Mottos der Karnevalsfeier hatten sich die Gäste in Schale geworfen. Ägypter, Griechen und Römer, aber auch fantastische Figuren wie Zauberer bevölkerten die Zuschauerreihen.
Illustres Publikum: Gemäß des Mottos der Karnevalsfeier hatten sich die Gäste in Schale geworfen. Ägypter, Griechen und Römer, aber auch fantastische Figuren wie Zauberer bevölkerten die Zuschauerreihen. © Foto: Holger Rudolph
Jürgen Rammelt / 03.02.2019, 22:52 Uhr
Lindow Edlen Rebensaft gab es am Sonnabend in der  Lindower Sporthalle, in die der Freiwillige Karnevalsklub (FKK) Lindow zu seiner 45. Session eingeladen hatte.  Unter dem Motto  „Athen, Olymp und Sonnenschein – wo Götter wohnen fließt der Wein“ erwartete die rund 200 Besucher ein Programm, das sie in das antike Griechenland entführen sollte.

Und so war es auch kein Wunder, dass sich die Gäste als Göttinnen und Götter in weißen Gewändern, als Weinbauern und normales Volk kostümiert hatten. Aber auch römische Gladiatoren, byzantinische Gelehrte, ägyptische Pharaonen und selbst Obelix der Gallier sowie zahlreiche Fantasiefiguren hatten sich unter die illustren Faschingsgäste gemischt. Das mehr als dreistündige Programm hatte es in sich. Nach der Begrüßung durch Annett Ehm, die als griechische Göttin, sogar die gesamte Lindower Ministerriege in den Schatten stellte, gab es den Einmarsch der FKK-Akteure, dem mit dem Tanz der Funken gleich ein erster Höhepunkt folgte. Und dann wurden auch schon Reinhard Baum, Rosi Arndt und Dieter Haase mit einem Orden geehrt.

Bevor dann die erste Tanzrunde eingeläutet wurde, gehörte die Bütt dem FKK-Präsidenten Walter Streblow, der als „Walter der Trübsinnige“ die aktuelle Politik aufs Korn nahm. Dabei standen sowohl kommunale Themen, wie diverse Streitigkeiten im Stadtparlament, als auch die Politik der Bundeskanzlerin, etlicher Minister sowie von Putin und Trump im Kreuzfeuer der Kritik. Zu einem weiteren Höhepunkt gestaltete sich der Auftritt der „Lindower Eichen“, bei dem traditionsgemäß die Männer in langen Unterhosen und behelmt als Asterixe durch den Saal schwirrten. Auch der Showtanz der FKK-Frauen, die als griechische Göttinnen ihren Charme versprühten, wurde vom Publikum bejubelt.

Den Damen folgte als Kontrastprogramm der Auftritt von Bernd Kipp. Mit  Schutzhelm und Rollator mimte der Karnevalist den politinteressierten Rentner, bevor FKK-Urgestein Heide Harth den nächsten Programmpunkt ankündigte. Es waren römische Gladiatoren, die mit Schild und Schwertern in Griechenland eingefallen waren. Der Männerchor des FKK, der sich mit einer Frau verstärkt hatte, sang über die Wirkung von Getränken mit und ohne Alkohol. Um Alkohol ging es auch beim Auftritt der preußischen Weinkönigin Appolonia XIIIX., die von Lindow nach Dresden sowie nach Venedig und Rom unterwegs war.

Wenn die Lindower Karneval feiern, dann sind oftmals auch Vertreter von befreundeten Vereinen zu Besuch. So war es auch am Sonnabend der Fall, dass Gäste von Faschingsvereinen aus Friesack und Lehnitz  der Veranstaltung beiwohnten. Und diese waren nicht nur mit Präsenten und Orden gekommen. So zeigten die Friesacker einen Ausschnitt aus ihrem Programm, bei dem sie um eine Zugabe nicht herumkamen. Wenn es um Griechenland geht, darf Göttervater Zeus nicht fehlen. Dieser hatte  mit Hermes den „Gott der Kaufleute“ im Schlepptau, mit dem er sich einen heftigen Schlagabtausch lieferte. Gefallen beim Publikum fand auch die Playback-Show, bei der die Gäste Katja Ebstein, Costa Cordalis, Nana Mouskouri, Demis Roussos und Udo Jürgens begrüßen durften.

Bevor kurz vor Mitternacht das Programm zu Ende ging, gehörte die Bühne noch einmal den FKK- Tänzern: Einem Showtanz-Medley, bei dem der Himmel, die Erde, das Wasser und die Hölle zu Ehren kamen, folgte das Männerballett.

Wer den FKK erleben möchte, hat dazu an diesem Sonnabend um 20 Uhr in Lindow noch einmal Gelegenheit. Am 16. Februar, ist der FKK in Herzberg zu Gast.

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