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Hallenfußball
Linumer Freudentaumel

Roland Möller / 05.02.2019, 06:30 Uhr
Fehrbellin Mit einem fulminanten und torreichen Schlussspurt haben sich die Kreisliga-Fußballer der SG Linum regelrecht zum Sieg beim 14. Fehrbelliner Hallencup geballert. 7:0 wurde Karwesee vom Parkett gefegt und später der große Henkelpott in die Höhe gereckt.

Das Team von Trainer David Braun zählte neben dem des TSV Wustrau zu den Glanzlichtern in der Rhinhalle. Beide Teams blieben unbesiegt, im direkten Vergleich gab es ein 1:1. Am Ende hatten die Linumer einen leichten Vorteil, sie wussten in ihrem letzten Turnierspiel gegen den SV Karwesee, dass sie viele Tore benötigen würden, um Wustrau noch vom ersten Platz zu verdrängen. Auch wenn die Anzeigetafel bei der Schlusssirene ein 7:0 anzeigte, waren sich die Linumer aber nicht sicher, ob es gereicht hat. „Wir haben uns vorher nicht ausgerechnet, wie viele Tore wir brauchen, um nicht zu verkrampfen“, erklärte Trainer David Braun. Er war sehr zufrieden mit dem Auftritt seines Teams bei diesem Turnier. „Wir haben mit Abstand die beste Leistung gezeigt, taktisch sehr diszipliniert gespielt.“ Punktgleich mit Wustrau (16:8) hatten die Linumer (15:4) am Ende die bessere Tordifferenz vorzuweisen und bekamen von der Fehrbelliner Bürgermeisterin Ute Behnicke den Wanderpokal überreicht. Rang drei ging an Protzen vor Langen, Titelverteidiger Fehrbellin und Karwesee.

„Es war wieder ein schönes Turnier, trotz der umkämpften Derbys blieb es fair“, befand Turnier-Organisator Matthias Loewe vom SV 90 Fehrbellin. Er war froh, dass Karwesee doch antrat und es beim Sechserfeld blieb. „Karwesee hatte Personalsorgen, hat dann aber trotz der vielen Gegentore bis zum Schluss gekämpft“, lobte Loewe.

Bitter für die Karweseer war jedoch, dass sich im Spiel gegen Wustrau Christopher Krüger bei einem Sturz auf das Hallenparkett schwer an der Kniescheibe verletzte und ins Klinikum gebracht werden musste. Krüger wurde unter stehendem Applaus der 190 Zuschauer auf einer Trage aus der Halle geschoben. „Eine tolle Geste“, so Loewe. „Wir wünschen ihm, dass er schnell wieder fit wird.“

Enttäuscht hat Titelverteidiger Fehrbellin: Das Derby gegen Langen gewannen die 90er mit 2:1, weil Langen mehrmals am Pfosten scheiterte. Doch gegen Wustrau und Linum gab es jedoch jeweils knappe Niederlagen. „Wir haben unter unseren Möglichkeiten gespielt, da fehlte manchmal die taktische Disziplin“, so Matthias Loewe.

Wie man diszipliniert spielt, zeigten die Linumer. „Wir haben uns nie aus der Ruhe bringen lassen, nie die  Defensive vernachlässigt“, lobte Coach Braun. Zu sehen war das auch in der packenden Partie gegen Wustrau. Beide Teams standen diszipliniert in der Defensive, ließen nur wenige Chancen zu. Sekunden vor dem Abpfiff bekam Wustrau aber einen Neunmeter zugesprochen, der wurde zur Führung genutzt. Doch die Wustrauer jubelten zu früh, direkt nach dem Anstoß gelang Linum der späte Ausgleich. Zuvor hatte Diego Etzien bereits im Spiel gegen Langen in der Schlusssekunde zum 1:0-Sieg getroffen. Protzen mit dem schnellen Dominic Dean Biemann forderte die Linumer, beide Teams gingen dabei an die Grenzen. Als Biemann zum 2:3 getroffen hatte, wollte er schnell den Ball aus dem Netz holen, dabei geriet er mit dem Linumer Torwart Florian Wille aneinander. Schnell gab es eine Rudelbildung. Diese löste der Schiedsrichter schnell auf,  gab den beiden schuldigen Akteuren jeweils eine Zwei-Minuten-Strafe. „Es war eine der wenigen heiklen Szenen, insgesamt war es fair“, so Loewe.

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