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Demografischer Wandel
NWG stellt sich den Sorgen der älteren Ruppiner

Die alternde Gesellschaft ist eine Herausforderung für die Wohnungsvermieter: NWG-Geschäftsführer Robert Liefke hat aber schon Ideen, wie dem demografischen Wandel im Wohnungsbau begegnet werden kann.
Die alternde Gesellschaft ist eine Herausforderung für die Wohnungsvermieter: NWG-Geschäftsführer Robert Liefke hat aber schon Ideen, wie dem demografischen Wandel im Wohnungsbau begegnet werden kann. © Foto: MOZ/Siegmar Trenkler
Judith Melzer-Voigt / 11.02.2019, 16:06 Uhr
Neuruppin (MOZ) Die Ruppiner werden immer älter. Das stellt auch die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft NWG vor Probleme. Doch laut Geschäftsführer Robert Liefke gibt es einige Ideen, wie dem demografischen Wandel begegnet werden kann.

Die alternde Gesellschaft bereitet der Wohnungsbaugesellschaft Sorgen. „Das ist eine echte Herausforderung“, sagt Robert Liefke. „Wir haben jetzt schon Schwierigkeiten damit.“ Liefke nennt als Beispiel Türnotöffnungen, bei denen hilflose Personen gerettet werden müssen. Alle fünf Tage würde bei der Feuerwehr ein solcher Einsatz anfallen, weiß der NWG-Chef.

„Wir wissen, dass es diese Herausforderungen durch den demografischen Wandel gibt. Aber wir reden nicht wirklich darüber, wie wir ihnen begegnen können“, kritisiert Robert Liefke. Man müsse sachlich und vernünftig damit umgehen und Strategien entwickeln. „Schließlich betrifft der demografische Wandel alle Bereiche.“ Stadtplanung und -entwicklung müssten sich ebenso auf eine älter werdende Gesellschaft einstellen wie die NWG oder diejenigen, die die öffentliche Sicherheit und Ordnung durchsetzen.

Robert Liefke hat aber durchaus schon im Kopf, wie älter werdenden Ruppinern schnell und relativ unkompliziert geholfen werden kann, selbstständig zu bleiben: durch Gehwege. „Auch wenn ich dafür schon mal belächelt werde.“ Er nennt das Beispiel einer älteren Frau, die alleine lebt. „Wie kommt sie zur Tafel? Wie wieder zurück? Wie bekommt sie ihre Lebensmittel mit dem Rollator nach Hause?“ Gut passierbare Gehwege würden ihr und vielen anderen das Leben erleichtern, und das ganz ohne lange vorbereitetes Konzept. Liefke ist darüber hinaus aber bereits in Abstimmungen mit Gabriela Manthei, Leiterin der Neuruppiner Tafel, und Antje Teuffert, Leiterin des Mehrgenerationenhauses „Krümelkiste“, um Menschen den Zugang zur Lebensmittelausgabe zu erleichtern. Ihm schwebt eine Art Außenstelle vor.

„Wir schließen zunehmend immer mehr Leute von Leistungen der Teilhabe aus“, ist der NWG-Chef überzeugt. „Wir machen sehr viel Kultur. Mir fehlt das aber im Neubaugebiet.“ Da stelle sich die Frage, wie die Mobilität im Stadtgebiet gesichert wird. Das sei die größte Frage für die Zukunft. „Und das muss nicht immer das Auto sein, das von A nach B fährt.“ Liefke meint eine Verbesserung für Fußgänger und Radfahrer. Damit einher gehe die Frage, wie es geschafft werden kann, dass ältere Leute möglich lange in ihrem Zuhause leben können. Liefke bringt in diesem Zusammenhang auch die Idee eines Ringverkehrs rund um den Ruppiner See auf. „Die Leute könnten lange selbstständig leben, ohne abgehängt zu sein“, erklärt er. „Das sind aber alles Herausforderungen, die bekommen wir nur alle gemeinsam hin“, ist Liefke überzeugt.

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