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Volleyball
Dreikampf um Silber

Angriff des Berliners abgewehrt: Im ersten Turnier, die Landesmeisterschaft vor drei Wochen, wurden die Lindower Volleyballer um Torsten Reschke (links) und Markus Rohn Dritte. Am vorigen Sonnabend folgte hinter dem TSC Berlin Rang zwei auf der nächsten Ebene. Es bietet sich nun die Chance, sich für die Deutschen Titelkämpfe zu qualifizieren. Mehr Bilder zum Turnier beim Medizin Wittstock stehen auf www.moz.de/regionalsport.
Angriff des Berliners abgewehrt: Im ersten Turnier, die Landesmeisterschaft vor drei Wochen, wurden die Lindower Volleyballer um Torsten Reschke (links) und Markus Rohn Dritte. Am vorigen Sonnabend folgte hinter dem TSC Berlin Rang zwei auf der nächsten Ebene. Es bietet sich nun die Chance, sich für die Deutschen Titelkämpfe zu qualifizieren. Mehr Bilder zum Turnier beim Medizin Wittstock stehen auf www.moz.de/regionalsport. © Foto: Roland Möller
Roland Möller / 11.02.2019, 20:30 Uhr - Aktualisiert 12.02.2019, 10:42
Wittstock ( ) Die erste Chance sich für die Deutsche Volleyball-Meisterschaft für Ü 35-Teams (8./9. Juni in Minden) zu qualifizieren, haben der Lindower SV und Medizin Wittstock am Sonnabend in Wittstock bei der Nordostdeutschen-Meisterschaft verpasst. Es kommt jedoch eine zweite Möglichkeit.

Als Zweit- und Drittplatzierter haben beide am 7. April bei einem weiteren Qualifikationsturnier in Gransee noch einmal eine Möglichkeit, den Sprung zur DM zu schaffen. Als neuer Nordostdeutscher Meister Ü 35 hat sich der Berliner TSC schon für den deutschen Titelkampf qualifiziert. Hans-Jürgen Franke vom gastgebenden SV Medizin sah den Berliner TSC deutlich vorn: „Alle haben Gardemaß, viele der Spieler haben höherklassig gespielt. Ein sehr homogenes, variabel aufspielendes Team. Die anderen Mannschaften spielten dagegen in etwa auf Augenhöhe, so war es ein spannendes schönes Turnier.“

Beim Volleyball-Turnier der Über 35-Jährigen landen Lindow auf Rang zwei und Medizin Wittstock auf Rang drei vor Eintracht Berlin.
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Titel geht an den TSC

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Für Wittstock und Lindow begann das Turnier mit einem Handicap: „Wir spielen immer mit einem Ball der Marke Molten, bei dieser Meisterschaft war die Vorgabe, mit Mikasa zu spielen“, so René Drose vom Ausrichter. „Erstens sehen beide Bälle anders aus, das ist ungewohnt vor allem in der Annahme. Der Mikasa-Ball ist glatter, der Molten-Ball etwas fester, dadurch unterscheiden sie sich in den Flug- und Spieleigenschaften“, erklärte Lindows Trainer Torsten Spiller.

Im ersten Satz forderten die Mediziner um Spielertrainer Stefan Knöchel den Berliner TSC richtig. Bis zum 18:19 ging es fast im Gleichschritt durch den Satz. Die Berliner leisteten sich kaum Fehler, waren bei ihren Schnellangriffen über die Mitte nicht zu stoppen und siegten 25:21. In Satz zwei zog der TSC schnell weg, gewann durch seine variable Spielweise sicher 25:15. „Der TSC ist einfach gleichmäßiger besetzt, da kann jeder punkten“, musste auch Franke eingestehen. Der Wittstocker Angreifer Matthias Krehl ärgerte sich dagegen: „Dieser olle Mikasa-Ball, der spielt sich ganz anders, mit einem Molten-Ball wäre es vielleicht anders ausgegangen“, grummelte er.

Auf dem zweiten Feld feierte  Lindow einen sicheren 2:0-Sieg (25:16, 25:14) über Eintracht Berlin. „Das Ergebnis sieht klarer aus, als es war. Eintracht hat im zweiten Satz total konfus gespielt, hat sich mehrere Aufstellungsfehler geleistet“, gestand Spiller. Dem TSC unterlagen die Lindower mit 0:2. „Ich habe da allen Spielern Einsatzzeit gegeben, vielleicht wäre mehr möglich gewesen, denn gegen uns wirkte der TSC nicht so konzentriert“, erklärte der Lindower Coach.

Spannender war es auf dem zweiten Feld, da lieferten sich Wittstock und die Eintracht einen packenden Kampf. In Satz eins lag Wittstock lange vorn, war beim 16:12 auf der Siegerstraße. „Doch wir haben uns immer wieder einfache Fehler geleistet“, ärgerte sich Drose über den 23:25-Satzverlust und deutete vielsagend auch auf den Mikasa-Ball. Satz zwei ging aber an Medizin, doch im Tie-Break fiel Medizin in eine Fehlerreihe, und Eintracht siegte 15:11. So gab es in der Schlussrunde noch einen Dreikampf um Rang zwei, der wurde schnell zum Zweikampf, da der TSC mit 2:0 die Eintracht-Volleyballer besiegte, damit war der TSC Turniersieger.

Das Kreisderby war ausgeglichen, die Führung wechselte häufig. Mit etwas Glück siegte Lindow 25:23. „Damit war ja klar, wir sind Zweiter, aber wir wollten auch das Spiel gewinnen“, sagte Spiller. Doch die Wittstocker kämpften, steckten Rückschläge durch Fehler weg, siegten sicher mit 25:16. Es blieb im Tie-Break umkämpft, wobei Medizin sich langsam absetzte und mit 15:12 gewann. „Platz drei ist okay, es waren interessante knappe Spiele, wir hatten jedenfalls viel Spaß“, sagte der Wittstocker Stefan Knöchel.

Lindow – SC Berlin25:16, 25:14

Wittstock – Berliner TSC21:25, 15:25

Lindow – Berliner TSC16:25, 15:25

Wittstock – SC Berlin23:25, 25:20, 11:15

SC Berlin – Berliner TSC17:25, 18:25

Wittstock – Lindow23:25, 25:16, 15:12

1. Berliner TSC 6:0   6:0

2. Lindower SV GW 3:4   2:4

3. Medizin Wittstock 3:5   2:4

4. SC Eintracht Berlin 2:5   2:4

Berliner TSC: Thomas Hildebrandt, Mathias Ahlf, Christian Völkel, Hannes Ambelang, Michael Träger, Björn Matthes, Christoph Eichbaum

Lindower SV: Michael Bade, Paul-Felix Dehn, Peter Genzmer, René Gollasch, Andy Miethling, Torsten Reschke, Jens Riekhoff, Markus Rohn, Magnus Schlaugk, Andreas Tamm, David Vogt, Torsten Spiller

Medizin Wittstock: Guido Besler, Roman Denk, René Drose, Enrico Giese, Lars Gubalski, Stefan Knöchel, Matthias Krehl, Stefan Krehl, Marcus Krüger

Eintracht Berlin: Olaf Rabe, Konrad Arndt, Stephan Gohlisch, Ringo Senftleben, Marth Auerbach, Frank Zetsche, Jeffrey Jakke, Sven Spudat

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