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Handball
Schlussspurt sorgt für Überraschung

Augen zu und durch: Lisa-Marie Hagendorff war von den Bernauerinnen (hier Jacqueline Voigt) kaum zu stoppen. Mit neun erzielten Treffern war die Rückraumspielerin mit Abstand beste Werferin im Unioner Dress. Neuruppin holte am Sonntag mit einem 18:18 überraschend einen Punkt.
Augen zu und durch: Lisa-Marie Hagendorff war von den Bernauerinnen (hier Jacqueline Voigt) kaum zu stoppen. Mit neun erzielten Treffern war die Rückraumspielerin mit Abstand beste Werferin im Unioner Dress. Neuruppin holte am Sonntag mit einem 18:18 überraschend einen Punkt. © Foto: Gunnar Reblin
Michael Plöse / 20.02.2019, 19:45 Uhr
Neuruppin Angetrieben von einer förmlich über sich hinauswachsenden Lisa-Marie Hagendorff hat die zweite Unioner Frauen-Handball-Mannschaft einen Achtungserfolg eingefahren. Die Neuruppinerinnen trotzten Meisterschaftsfavorit HSV Bernauer Bären am Sonntag ein 18:18 ab.

Nachdem die Gastgeberinnen im Kreisliga-Match ab der 52. Minute kein Gegentor mehr kassierten, holte sie einen Drei-Tore-Rückstand auf und erkämpften sich ein 18:18-Unentschieden gegen den Tabellenzweiten aus Bernau. Und der favorisierte Gast hatte sogar noch Glück, nicht als Verlierer vom Parkett gehen zu müssen. Denn die Schlusssirene stoppte einen letzten Konterlauf von Dana Maurer, die auf dem Weg war, Union zum Heimsieg zu werfen.

Im Hinspiel hatte Bernau dieses Duell noch klar dominiert und Union mit einer 16:33-Klatsche nach Hause geschickt. Das Rückspiel verlief nun lange Zeit ausgeglichen. In der ersten Viertelstunde waren Tore Mangelware (3:3/15.). Der Unioner Angriff zeigte zu Beginn noch deutliche Abstimmungsprobleme, aber die Verteidigung war dafür um so präsenter. Joanna Gerasch zeigte eine Klasseleistung zwischen den Pfosten. Nach und nach lief das Spiel auf beiden Seiten rund. Neuruppin traf aus beinahe allen Positionen. Bei Bernau hielt hauptsächlich Jacqueline Voigt dagegen. Sie sorgte für ein schnelles Bernauer Angriffsspiel. Dazu verteidigte Bernau konsequent gegen die Unioner Achse der Labs-Schwestern (Lisa-Marie Rückraum Mitte und Alissa am Kreis). Die Gäste führten zur Pause mit 11:7.

Sechs Minuten nach Wiederbeginn führte Bernau gar mit fünf Toren (13:8). Die Neuruppinerinnen reagierten, stellten die Abwehr von 6:0 auf ein offensiveres 5:1 um. Dana Maurer als Vorgezogene setzte gekonnte den Bernauer Rückraum unter Druck. Bernau wurde zu Einzelaktionen gezwungen. Beim 12:14 (42.) war Neuruppin wieder in Schlagdistanz.

In der Hochphase der zweiten Hälfte lief es auf ein Duell hinaus: Auf Unioner Seite hielt Lisa-Marie Hagendorff ihre Farben mit vier Treffern im Spiel, für Bernau traf Voigt dreimal. Nach 52 Minuten führte Bernau mit 18:15. Eine Vorentscheidung schien gefallen. Zumal die Unionerinnen stehend k.o. schienen. Nun lief Bettina Nürnberg im Unioner Tor zur Höchstform auf, sie nagelte den Kasten regelrecht zu. Selbst freie Konter oder Strafwürfe brachten die Gäste nicht im Tor unter. Mit diesem Wachrüttlern riss Nürnberg ihre Mitspielerinnen mit. Die Abwehr provozierte Bernauer Fehlabspiele, Union lief nun selbst Gegenstöße. Tor um Tor wurde aufgeholt. Als Anzeigetafel 59:57 anzeigte, fing Dana Maurer beim Stand von 18:18 ein letztes Mal den Ball ab und startete einen Konter – die Schlusssirene stoppte sie. Dennoch feierten die Unionerinnen das Unentschieden ausgelassen wie einen Sieg.

Union II: Gerasch, Nürnberg - Maurer (1), Hagendorff (9), Radeke, Röckner (2), Werner (2/2), A. Labs (1), Grünberg, Griese, L. Labs (3/1)

Bernau: Raschke, Zemann - Zimmermann (1), Schwedler (2), Neumann (3), Knappe-Drzikova (1), Sachs (2), Kupillas, Voigt (5/2), Brudler, Bellmann (3), Noffke (1)

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