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Finissage
Ein würdiger Abschluss

Stolz: Bei der Finissage zu seiner Ausstellung zeigte Manfred Zoller im Rheinsberger Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum unter anderem sein Buch "Iron man"
Stolz: Bei der Finissage zu seiner Ausstellung zeigte Manfred Zoller im Rheinsberger Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum unter anderem sein Buch "Iron man" © Foto: Jürgen Rammelt
Jürgen Rammelt / 11.03.2019, 06:30 Uhr
Rheinsberg Es war eine erfolgreiche Ausstellung in den Galerie-Räumen des  Kurt-Tucholsky-Literaturmuseums, die unter dem Titel "Blaue Gürtel aus Wäldern" über mehrere Wochen Werke der Malerei sowie Collagen und Assemblagen von Manfred Zoller gezeigt hatte.

Zur Finissage am Sonnabend konnte Museumsleiter Peter Böthig rund 30 Besucher begrüßen – darunter viele Bekannte und Freunde des 1947 in Zeitz geborenen Künstlers. Nicht ohne Stolz berichtete Böthig, dass es die 149. Schau war, die in den Räumen des Schlosses gezeigt wurde. Dabei seien Finissagen zum Abschluss der Ausstellungen eher selten gewesen. Aber bei Manfred Zoller wollte er eine Ausnahme machen.

Der Künstler, der in Bergfelde, einem Ortsteil von Hohen  Neuendorf in der Nähe von Berlin lebt und arbeitet, fühlte sich geehrt. Auch für ihn ist die Finissage eher etwas Ungewöhnliches. "Zwei meiner Freunde konnten zur Eröffnung wegen Eisglätte nicht kommen, daher die heutige Veranstaltung", so Zoller.

Der 71-Jährige zeigte sich zufrieden, dass so viele Besucher gekommen waren, die die Gelegenheit nutzen wollten, sich von den in Rheinsberg ausgestellten Arbeiten inspirieren zu lassen.

"Zu meinen Bildern sage ich nichts. Da muss sich jeder selbst seine Gedanken machen", erklärt Zoller, der einst Medizin studierte, danach als Arzt arbeitete, bevor er sich der Kunst zuwandte. Umso mehr wandte er sich am Freitag den Collagen und Assemblagen zu. Anschaulich berichtete er, wie ihn Gedichte und Geschichten von William Blake, Hannes Küpper und Bertolt Brecht inspirierten, um aus Papier, Pappe und anderen Materialen seine Kunstwerke zu fertigen.

Und er schwärmte regelrecht davon, wie seine Arbeiten dann im "spielerischem Prozess" im Papieratelier auf dem Spitzboden seines Hauses entstehen. Es sind selbst hergestellte Bücher, aber auch aus Papier geformte Ferngläser, von denen er seinem Publikum gleich einen ganzen Karton voll präsentierte. Ebenso zeigte er ein selbst gestaltetes Buch mit dem Titel "Iron Man", indem er die Geschichte eines Radsportlers künstlerisch verarbeitet hat. Aber auch eine Mäusefamilie, deren Nachkommen alle einen mit "A" beginnenden Namen  tragen, kommt auf einem der Kunstwerke zu Ehren.

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