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Wasserstand
Lage im Luch hat sich nach Dürrejahr wieder normalisiert

Extrem folgt auf Extrem: 2017 war das Rhinluch wegen der starken Niederschläge überflutet. Im Jahr darauf war das Gegenteil der Fall und es herrschte Dürre.
Extrem folgt auf Extrem: 2017 war das Rhinluch wegen der starken Niederschläge überflutet. Im Jahr darauf war das Gegenteil der Fall und es herrschte Dürre. © Foto: Markus Kluge
Brian Kehnscherper / 13.03.2019, 17:54 Uhr
Fehrbellin (MOZ) Die Wasserstände im Rhinluch haben sich nach dem sehr trockenen vergangenen Jahr inzwischen wieder normalisiert. Um in Zukunft besser auf zu hohe oder zu geringe Niederschläge reagieren zu können, möchte der Wasser- und Bodenverband (WBV) Rhin-/Havelluch die Fließwege des kleinen Havelländischen Hauptkanals ändern.

Am Dienstag hat der WBV seine alljährlichen Gewässerschau in Fehrbellin abgehalten. Nach einer Vorabbesprechung in der Gemeindeverwaltung ging es ins Freie, um einen Graben bei Kuhhorst zu begutachten. "Es war eine sehr ruhige Verbandsschau", sagt der Geschäftsführer des WBV, René Philipp. Es habe keine Kritik an der Arbeit des Verbands gegeben. In den Jahren zuvor sei der Umgang mit dem Biber beziehungsweise der von ihm angestauten Gewässer ein Konfliktpunkt gewesen.

Die Folgen der großen Trockenheit im Jahr 2018 haben sich laut Philipp inzwischen gelegt. "Die Wasserstände füllen sich langsam wieder auf. Zum Jahresende hatten wir wieder normale Verhältnisse", so Philipp. Damit hat der Verband gleich zwei schwere Jahre in Folge durchstehen müssen. 2017 war es das andere Extrem: Durch starke Niederschläge gab es hohe Grundwasserpegel und Überflutungen im Verbandsgebiet. Die Dürre wiederum sorgte für vertrocknete Bewässerungsgräben. "Das war schon heftig. Die Trockenheit hatte fast katastrophale Auswirkungen", sagt Philipp.

Um in Zukunft besser auf extreme Witterungslagen reagieren zu können, würde der Wasser- und Bodenverband gerne die Fließwege am kleinen Havelländischen Kanal verändern. Bei Starkregen soll das Wasser zurückgehalten werden beziehungsweise anders abfließen als bisher, um Orte wie Königshorst und Sandhorst nicht zu belasten. Bei Trockenheit kann das überschüssige Wasser wiederum für die Bewässerung genutzt werden. René Philipp geht allerdings nicht davon aus, dass das Vorhaben in den nächsten drei Jahren realisiert wird. Das Projekt soll über den Landeswasserhaushalt finanziert werden. Noch ist es aber nicht über die konzeptionelle Phase hinaus. "Das Konzept ist beim Landesamt für Umwelt eingereicht worden. Wir warten seit einem Jahr auf ein Votum", so Philipp. Er hofft, noch bis April eine Antwort zu erhalten. Dann könnte die Planung beginnen. Alternativ könnte auch ein Schöpfwerk in Seelenhorst reaktiviert werden. Seit dort im Jahr 2007 Pumpenmotoren gestohlen worden sind, ist es außer Betrieb.

Heute sieht sich der WBV im Neukämmer Luch bei Herzberg um. Treffpunkt ist um 8.30 Uhr die Turnhalle.

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