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Keine Kita-Umfrage
Elternmeinung ist nicht gefragt

CDU und FDP hatten in ihrem Antrag gefordert, dass die Verwaltung eine sogenannte Evaluation in städtischen Kitas und Horten veranlasst. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Befragung sollte die Qualität in den Einrichtungen gesteigert werden.
CDU und FDP hatten in ihrem Antrag gefordert, dass die Verwaltung eine sogenannte Evaluation in städtischen Kitas und Horten veranlasst. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Befragung sollte die Qualität in den Einrichtungen gesteigert werden. © Foto: dpa/Monika Skolimowska
Judith Melzer-Voigt / 14.03.2019, 08:00 Uhr
Neuruppin (MOZ) Es wird keine Befragung von Neuruppiner Eltern geben, wie zufrieden sie mit der Qualität von Hort und Kita sind. Die Stadtverordneten haben sich in dieser Woche gegen einen entsprechenden Antrag der CDU/FDP-Fraktion ausgesprochen.

Bereits bei Ausschusssitzungen im Vorfeld hatte sich das abgezeichnet. Den anderen Lokalpolitikern war das Ansinnen der Fraktion zu weitreichend, zu ungenau formuliert, zu wenig konkret. Dennoch hielten CDU/FDP an ihrem ursprünglichen Antrag fest, wie Michael Gayck während der Stadtverordnetenversammlung auch noch einmal bekräftigte. "Ich glaube nicht, dass wir das einengen sollten", so Gayck. Denn das Anliegen sei wichtig. Die Fraktion hatte in ihrem Antrag gefordert, dass die Verwaltung eine sogenannte Evaluation in städtischen Kitas und Horten veranlasst. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Befragung sollte die Qualität in den Einrichtungen gesteigert werden. CDU/FDP wollte, dass Probleme bis zum Schuljahr 2019/20 aus der Welt geräumt werden.

In der Vergangenheit war auch bemängelt worden, dass nicht klar ist, was genau im Fragebogen stehen sollte. Gayck hatte dazu klare Vorstellungen: "Da nimmt man sich die Konzeption, guckt, was ist da eigentlich drin, und fragt, ob das, was dort gemacht wird, auch so gemacht wird, wie Eltern sich das vorstellen." Wichtig sei es, den Eltern die Möglichkeit zu geben, sich einmal zu äußern.

Neuruppins Sozialdezernent Thomas Fengler merkte an, dass es in Kitas Beiräte und Ausschüsse gibt, die sich mit solchen Themen befassen. Er machte den Vorschlag, Vertreter der städtischen Einrichtungen ab der nächsten Sitzungsschiene in den Sozialausschuss einzuladen. Dort sollen diese dann die jeweilige Konzeption vorstellen und auch für Fragen zur Verfügung stehen. Auch Eltern seien dabei willkommen. Daran, dass das aber keineswegs eine Befragung der Erziehungsberechtigten wäre, wie es eigentlich gefordert war, gab es in der Stadtverordnetenversammlung keine Kritik.

Ein einheitliches Qualitätsmanagement der städtischen Einrichtungen gibt es indes nicht. "Sie haben ein solches Management in unterschiedlicher Qualität, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger", so Fengler. Am Ende stimmten 15 Abgeordnete gegen den Antrag von CDU/FDP, sieben waren dafür. (jvo)

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