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Großreinemachen
Neuruppin lädt Einwohner zum großen Frühjahrsputz ein

Immer Arbeit: Der Stadtservice und eine externe Firma sind rege unterwegs. Flugmüll fällt dennoch immer an.
Immer Arbeit: Der Stadtservice und eine externe Firma sind rege unterwegs. Flugmüll fällt dennoch immer an. © Foto: x
Judith Melzer-Voigt / 14.03.2019, 19:18 Uhr - Aktualisiert 18.03.2019, 18:00
Neuruppin (MOZ) Leere Plastikflaschen an den Wallanlagen, Papier an der Straße zum Jahnbad, Müll am Rheinsberger Tor: Die Sauberkeit der Stadt lässt stellenweise zu wünschen übrig. Am 23. März können nun alle Einwohner die Situation etwas verbessern – während einer großen Putzaktion.

Die Neuruppiner Verwaltung und die Stadtwerke mit dem Stadtservice arbeiten bei diesem Projekt eng zusammen. Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) hat ein gutes Beispiel noch vor Augen: 2006, anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt, gab es schon einmal ein solches Großreinemachen. "Da waren mehrere hundert Leute dabei", so Golde. Ähnliches wünscht er sich nun auch wieder. Der Bürgermeister betont, dass es nicht darum geht, Neuruppin für den Besuch des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier (SPD) am 30. März zur Eröffnung des Fontanejahres auf Vordermann zu bringen. Bei den insgesamt neun Treffpunkten für Freiwillige am 23. März würde es sich um Orte handeln, die Einwohner mehrmals gemeldet hätten, weil dort Müll herumliegt. "Wir machen einmal Tabula rasa", sagt Golde. "Die Stadt ist einfach nicht so optimal sauber, wie sie es einmal war." Das sei der Fall, obwohl der Stadtservice sogar schon nachgebessert hat und eine Fremdfirma, den Fliedner Service aus Langen, mit Reinigungstouren beauftragt hat (RA berichtete).

Die neun Treffpunkte für die Putzaktion erstrecken sich über die gesamte Innenstadt. Im Bereich der unteren Wallanlagen nahe der Schulzenstraße wird es ebenso einen Treffpunkt geben wie an den Wallanlagen nahe der Virchowstraße, am Bollwerk am Ende der Poststraße, am Braschplatz, am Certaldo Ring, an der Jahnstraße in Richtung Jahnbad, am Kirchplatz rund um die Pfarrkirche, an der Heinrich-Rau-Straße und am Rheinsberger Tor. Erik Jeche, Leiter des Stadtservices bei den SWN, erklärt, dass überall Mitarbeiter vor Ort sein werden. Sie verteilen Mülltüten und geben Werkzeug aus für all jene, die keines dabei haben.

In den Bereichen rund um die Treffpunkte geht es vor allem darum, Flugmüll aufzusammeln und allgemein für Sauberkeit zu sorgen. Am Rheinsberger Tor soll darüber hinaus eventuell eine Holzabsperrung entfernt werden. Am Bollwerk geht es darum, eine neue Trauerweide zu pflanzen. Ein alter Baum ist dort erst vor kurzem gefällt worden. Das Pflanzen werden laut Jens-Peter Golde voraussichtlich Studierende der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) übernehmen.

"Wir sind der Meinung, dass Stolz entsteht, wenn sich Menschen an einer solchen Aktion beteiligen", sagt Joachim Zindler, der technische Geschäftsführer der Stadtwerke. Daher sind die Neuruppiner auch dazu aufgerufen, unabhängig von den offiziellen Treffpunkten vor ihrer Haustür oder auf ihrem Grundstück für Ordnung zu sorgen. "Auf eine saubere Stadt gibt man mehr acht", so Zindler.

Das Großreinemachen wird von 9 bis 12 Uhr dauern. Anschließend gibt es eine Erbsensuppe oder einen Grillimbiss für die Teilnehmer, ersteres an der Heinrich-Rau-Straße auf dem SWN-Parkplatz, letzteres an den Wallanlagen in Höhe Virchowstraße. Ein mobiler Kaffeeservice wird an diesem Vormittag außerdem in Neuruppin unterwegs sein und eine Stärkung kostenlos an Helfer verteilen.

Auch wenn sich die Aktion erst einmal nur auf die Kernstadt bezieht, sind Einwohner der Ortsteile ebenfalls aufgerufen, in ihrem Dorf für Ordnung zu sorgen. Wer dabei Hilfe vom Stadtservice benötigt, kann sich laut Joachim Zindler an die Stadtwerke wenden. Er und Erik Jeche bitten Freiwillige für den 23. März darum, sich anzumelden. Das ist unter 03391 511620 oder per E-Mail an peters@swn.aov.de möglich. Hintergrund ist, dass die Initiatoren dann besser planen können, wie viele Werkzeuge, Mülltüten, Arbeitshandschuhe und Warnwesten sie bereit halten müssen. Kurzentschlossene sind aber jederzeit willkommen, mit anzupacken.

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