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Hochsprung
Höhenflug mit Wucht und Eleganz

Gunnar Reblin / 14.03.2019, 19:45 Uhr
Neuruppin (MOZ) Jubelschreie, viel Applaus, verschiedene Techniken: Beim Hochsprung-Meeting des Kreissportbundes gingen am Mittwoch "tolle Leistungen", wie Bernd Gummelt vom KSB befand, mit Spannungsbögen und einem gemeinsamen Mitfiebern einher. 45 Teilnehmer gaben ihr Bestes.

Die Trainer und Betreuer schauten ganz genau hin, wenn ihre Schützlinge den Anlauf starteten und den Sprung absolvierten. Kleinere Korrekturen erfolgten umgehend. Und natürlich auch viele aufmunternde Worte, als die Latte zu Boden viel. Schließlich hatten die Athleten jeweils drei Versuche, um eine Höhe zu meistern. Des Öfteren klappte es erst im allerletzten Versuch, als der Druck am größten war. Gesprungen wurde in sieben Altersklassen parallel auf zwei Anlagen. "Schön", legte Bernd Gummelt ein Lächeln auf, "dass wieder so viele Teilnehmer dabei sind. Da freuen wir uns drüber, wenn dieser Wettkampf so gut angenommen wird."

Dem Leichtathletik-Team der Evangelischen Schule Neuruppin (Evi) passt dieses Angebot "optimal in den Trainingsplan", erklärte Robert Graeske aus dem Betreuerstab. Er coachte eine fünfköpfige Talente-Gruppe, allesamt sammeln erst seit kurzem erste Wettkampf-Erfahrungen. Unter anderem Aditi Gresens, die in der AK 14 startete. Ihre erste Höhen (1,10 bis 1,30 Meter) nahm sie jeweils souverän im ersten Versuch. "Da war noch viel Platz zur Stange", so Graeske. Doch  bei der Höhe von 1,35 Meter hakte es auf einmal. Der Trainer analysierte: "Sie nimmt immer den Kopf runter, dadurch geht das Gesäß hoch. Das weiß sie auch, legt es aber nicht ab."

Konkurrentin Kim Schechner vom Kyritzer LV hatte weniger Probleme bei 1,35 Meter. Erster Versuch, drüber. Und als die 14-Jährige dann auch gleich beim ersten Mal die 1,40-Hürde nahm, riss Trainer Jens Plagemann jubelnd die Arme hoch. Große Freude im Kyritzer Lager. Und auch wenn Schechner im Anschluss dreimal die Latte bei 1,45 Meter riss, so war sie dennoch vollauf zufrieden. "Ich freue mich riesig darüber, die 1,40 Meter übersprungen zu haben. Mit dieser Zielstellung bin ich hier angetreten." Ihre Bestleistung weist einen Zentimeter mehr aus. "Hochsprung mache ich sehr gerne, am liebsten werfe ich aber den Speer", so die Kyritzerin.

Mit Michael Landeck war zudem ein zweiter Lehrer/Trainer vom Evi vor Ort. Er nahm zwei ganz junge Athleten "an die Hand": Lucy Craemer und Maximilian Schuck. Darüber hinaus warf Landeck ein besonderes Auge auf ein Trio aus dem weiblichen Evi-Team, das in diesem Jahr erneut bis ins Bundesfinale von "Jugend trainiert für Olympia" vordringen will. Den dritten Wettkampf innerhalb kürzester Zeit bestritten Annabell Leifert, Pauline Schubach und Mira Holt-Grieb. Landeck: "Diese Dichte der Wettkämpfe war bewusst so gewählt, um Routine reinzubekommen." Allerdings hatte er vor Turnierbeginn keine große Erwartungshaltung aufgebaut. "Die Mädchen hatten heute Vormittag noch einen Kraftzirkel. Ich bin gespannt, was sie da noch rausholen können." Immerhin übersprangen alle 1,55 Meter – wie zuletzt in Zehdenick und Schwerin auch. Eine Bestätigung. "Wir sind zufrieden", so Landeck. Jetzt richtet das Evi-Team den Fokus auf den offiziellen Start der Freiluftsaison am Donnerstag, 11. April, auf dem eigenen Schulgelände.

Ebenso zufrieden blickte Chris Stamer nach der übersprungenen 1,50-Meter-Höhe in die Runde. Damit gewann der Kyritzer in der AK 14 die Goldmedaille. "Ich habe mein gestecktes Ziel für heute erreicht. Jetzt fahre ich super-entspannt nach Hause", gab das Talent vom Kyritzer LV zu Protokoll. Der 14-Jährige, der die 800 Meter als seine Paradedisziplin bezeichnet, verpasste eine neue persönliche Bestleistung (1,55 Meter) nur knapp.

Auch Clemens Röper (AK 13) übersprang 1,50 Meter – und siegte knapp. Vater Thomas: "Er hat damit die Höhe von der Landesmeisterschaft bestätigt, eine tolle Leistung."

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