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Fridays for Future
200 Schüler bei Klimademo in Neuruppin

Bunt ein Zeichen gesetzt: Jugendliche aus Neuruppiner Schulen haben sich am Freitag an der weltweiten Klimaschutz-Demo "Fridays for Future" beteiligt. Mit 200 Teilnehmern waren es so viele wie noch nie, die mit Transparenten, Schildern oder Aufklebern ihren Forderungen Nachdruck verliehen.
Bunt ein Zeichen gesetzt: Jugendliche aus Neuruppiner Schulen haben sich am Freitag an der weltweiten Klimaschutz-Demo "Fridays for Future" beteiligt. Mit 200 Teilnehmern waren es so viele wie noch nie, die mit Transparenten, Schildern oder Aufklebern ihren Forderungen Nachdruck verliehen. © Foto: Eckhard Handke
Markus Kluge / 15.03.2019, 17:11 Uhr
Neuruppin (MOZ) Knapp 200 Schüler haben sich am Freitag in Neuruppin an der weltenweiten Klimaschutz-Demo "Fridays for Future" beteiligt. Die größte Aktion in Deutschland fand in Berlin mit rund 20 000 Menschen statt.

Für die Neuruppiner Schüler war die nunmehr dritte Demonstration anlässlich des "Earth Strike Days" ein großer Erfolg. "Ich habe mit rund 80 Teilnehmern gerechnet. Aber wir sind fast 200 – und das bei diesem Wetter", schätzte Anmelder Corven Drößler ein. Unter den Schülern waren diesmal auch einige Erwachsene – darunter Eltern, die sich als "Parents for Future" bezeichnen sowie einige wenige Lehrer.

Während bei vergangenen Aktionen die Kinder und Jugendlichen nach Schulschluss auf die Straße gegangen waren, mussten einige von ihnen diesmal die sechste Stunde schwänzen, erklärte der 18-jährige Abiturient Maximilian Kowol vom Schinkelgymnasium. Dort sei Anfang der Woche erstmals die Mitteilung vom Staatlichen Schulamt eingegangen, dass die Teilnahme an der Demo während der Unterrichtszeit als unentschuldigtes Fehlen dokumentiert werden muss. "Seit über drei Monaten wird in Deutschland jeden Freitag während der Unterrichtszeit gestreikt. Wieso kommt dann erst jetzt eine behördliche Mitteilung? Ich habe eine Vermutung: Der Politik geht der Arsch auf Grundeis", so Kowol.

Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin), der erstmals zur Demo gekommen war, begrüßte den Einsatz der Schüler für eine bessere Klimapolitik ausdrücklich. Die Haltung des Schulamtes könne er nicht verstehen: "Diese intellektuelle Diskussion – Schulunterricht schwänzen oder nicht – Wenn das kein praktischer Schulunterricht ist, dann weiß ich auch nicht."

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