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Boxen
Neuruppiner auf Titeljagd

Stolzes Gespann: Trainer Mike Schultz mit seinem Schützling Muslim Tulshaev. Der 23-jährige Tschetschene boxte sich in der Männerklasse bis 81 Kilogramm zum Landesmeister-Titel. Ein großer Erfolg für die wiederbelebte Box-Sparte des MSV Neuruppin.
Stolzes Gespann: Trainer Mike Schultz mit seinem Schützling Muslim Tulshaev. Der 23-jährige Tschetschene boxte sich in der Männerklasse bis 81 Kilogramm zum Landesmeister-Titel. Ein großer Erfolg für die wiederbelebte Box-Sparte des MSV Neuruppin. © Foto: Gunnar Reblin
Gunnar Reblin / 15.03.2019, 20:00 Uhr
Neuruppin/Schwedt (MOZ) Einen aktuellen Landesmeister hat der MSV Neuruppin bereits in seinem Boxstall. Muslim Tulshaev strahlt nach seinem Triumph bis über beide Ohren. "Ich bin überglücklich", so der 23-jährige Tschetschene. Am Wochenende streben zwei weitere junge Neuruppiner ebenso nach Titelehren.

Ein Rückblick: Zum Auftakt der dreiteiligen Landesmeisterschaftsserie Anfang März in Schwedt hatte Muslim Tulshaev seinen großen Auftritt. Er trat im vereinsinternen Duell (Männer A 81 Kilogramm) – die Neuruppiner Boxer starten bekanntlich unter der Flagge des Zehdenicker Boxrings – gegen Lukas Dembowski an. Beinahe wäre es jedoch gar nicht zu diesem Kampf gekommen. "Hat doch der Bursche vor dem Kampf 700 Gramm zu viel auf den Rippen", kann Trainer Mike Schultz rückblickend wieder lachen. "Doch vor dem Kampf war ich richtig sauer." Schultz schickte seinen Schützling Laufen, so lange, bis das Kampfgewicht erreicht war. Im Ring ließ sich Tulshaev dann jedoch nichts zu Schulden kommen. "Er war der klar bessere Boxer", so Schultz. Körpertreffer um Körpertreffer landete der Neuruppiner. Wirkungsvolle.  In der dritten Runde beendete schließlich ein Leberhaken Dembowskys Nehmerqualitäten. Schultz: "Es war insgesamt ein toller Kampf. Ich bin mächtig stolz auf Muslim. Und ein Landesmeistertitel steht uns Neuruppinern doch prima zu Gesicht."

Und was sagt der junge Sieger beim Trainings-Besuch . "Ich bin einfach nur überglücklich. Es ist ja auch mein erster Titel. Jetzt will ich mehr." Muslim Tulshaev strahlt – und nimmt hochmotiviert das Training wieder auf. Tulshaev übt und lernt seit eineinhalb Jahren im MSV-Boxstall.

Nino Rinkau konnte sich hingegen für eine bravouröse Leistung nicht belohnen. Im Finale Männer (Elite 91 kg) unterlag er dem Schwedter Bundesliga-Boxer Roy Baumann mit 0:3. Für Baumann war es der siebte Landesmeister-Titel. Rinkau hatte sich im Vorfeld nach eigener Aussage realistische Chancen ausgerechnet, "obwohl die Elite-Klasse schon eine richtige Hausnummer ist", betont der Templiner. Im Ring sei es jedoch eine enge Kiste gewesen. "Mein Gegner hat einfach clever geboxt. Da ich schlagstärker bin, hat er mich rigoros geklammert." Dennoch sei Rinkau stolz, sich Vizemeister des Landes Brandenburg nennen zu dürfen. Und für November haben Rinkau und Baumann bereits einen Rückkampf ausgemacht. "Ich habe ihm vorher schon gesagt, wenn’s eng zugehen sollte zwischen uns, will ich eine Revanche", berichtet Rinkau. Der Rückkampf steigt dann in Zehdenick.

Zum Auftakt des Landesmeisterschafts-Marathons waren in Schwedt lediglich 20 von 33 angesetzten Kämpfen ausgetragen worden, weil viele Gegner krankheitsbedingt oder aus anderen Gründen nicht anreisten. Insgesamt haben 233 Boxer (darunter 34 weibliche) in allen Altersklassen gemeldet. Am vergangenen Wochenende traten in Hangelsberg (bei Fürstenwalde) keine Neuruppiner in der Müggelspreehalle an. Beim Finalwochenende mit 40 Kämpfen in Strausberg sieht das schon wieder anders aus. Mit Rachman Tarashev (Jugend B 60 kg) und seinem jüngeren Bruder Abdulla (Junioren 57 kg) boxen zwei MSV-Talente um den Titel. Trainer Mike Schultz traut seinen beiden Schützlingen zu, "als Sieger den Ring verlassen zu können. Sollte dann noch ein oder gar zwei Titel dazukommen, hätten wir das Box-Jahr 2019 grandios eingeläutet."

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