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Krabbelgruppe
Immer mehr Mütter schätzen den Austausch

Eingespieltes Team: Juliane Kersten (links) und Antje Gäding betreuen das Rheinsberger Familienzentrum. Zu einigen Angeboten wie der Krabbelgruppe, die sich immer donnerstags trifft, kann Kersten ihre zweijährige Tochter Marta mit zur Arbeit nehmen.
Eingespieltes Team: Juliane Kersten (links) und Antje Gäding betreuen das Rheinsberger Familienzentrum. Zu einigen Angeboten wie der Krabbelgruppe, die sich immer donnerstags trifft, kann Kersten ihre zweijährige Tochter Marta mit zur Arbeit nehmen. © Foto: Brian Kehnscherper
Brian Kehnscherper / 05.04.2019, 13:18 Uhr
Rheinsberg (MOZ) Seit mehr als zwei Jahren befindet sich das Rheinsberger Familienzentrum in seinem Domizil in der Rhinpassage. So groß wie jetzt sei die Nachfrage aber noch nie gewesen, sagt die Leiterin Juliane Kersten.

Donnerstagvormittag. Eine breite Decke ist auf dem Boden im großen Raum des Familienzentrums ausgelegt. Kleinkinder krabbeln zwischen Bauklötzen, Rasseln und anderem Spielzeug herum, während sich ihre Mütter unterhalten. Dazwischen sitzen Juliane Kersten und ihre Kollegin Antje Gäding. Als Kersten im September 2017 aus der Elternzeit an ihren Arbeitsplatz zurückkehrte, der aus den Räumen der Kita Spatzennest in die Rhinpassage umgezogen war, herrschte keine große Nachfrage. "Ich habe in der Krabbelgruppe mit zwei Eltern angefangen. Seitdem ist sie stetig gewachsen", sagt sie. An jedem Donnerstag treffen sich die Eltern mit ihren Kindern dort. An diesem Tag sind es 13 Mütter. "Für die Eltern ist auch wichtig, eine Anlaufstelle zu haben und Gleichgesinnte zu treffen. Sie können sich hier austauschen über die Themen, die sie bewegen, zum Beispiel die Entwicklungsphasen ihrer Kinder. Da stehe ich momentan selbst ganz gut im Stoff", so Kersten. Ihre Tochter Marta ist mit zweieinhalb Jahren die Älteste in der Krabbelgruppe. Während die Babys über den Boden robben, sitzt sie am Tisch und bastelt.

Eine der Mütter, die regelmäßig zur Krabbelgruppe kommen, ist Madleen Patze. Seit einem halben Jahr nutzt sie mit ihrer inzwischen zehn Monate alten Tochter Hayley das Angebot. Neben dem Erfahrungsaustausch mit anderen Müttern schätzt sie auch den pädagogischen Nutzen. "Die Kinder schauen sich gegenseitig etwas ab und lernen. Zu Hause fand Hayley das Krabbeln immer total doof. Hier fing sie plötzlich an, es den anderen nachzumachen", so Patze. Neben ihr sitzt Nicole Wille mit Tochter Wilma, ebenfalls zehn Monate alt. Wille schätzt den sozialen Aspekt der Gruppe. Einige Eltern würden sich auch außerhalb des Angebotes verabreden. Sie selbst besucht noch weitere Treffen im Familienzentrum, wie das Eltern-Kind-Frühstück, das jeden Montag stattfindet. "Wir nehmen hier alles mit", so Wille.

Neben solch geselligen Runden gibt es im Familienzentrum auch viele Beratungsangebote für junge Eltern. Bei der Familiensprechstunde geben Kersten und ihr Team – neben Antje Gäding wird es noch von der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Karola Pohla ergänzt – Tipps  zu Erziehungsfragen, Partnerschaft sowie Beruf, und helfen beim Beantragen von Eltern-, Kinder- und Wohngeld. Zudem gibt es Angebote wie die Babymassage, Selbsthilfegruppen und Eltern-Kind-Frühstück.

Juliane Kersten liegt am Herzen, dass die vielen sozialen Träger in Rheinsberg eng zusammenarbeiten. Deshalb gehört der regelmäßige Austausch mit den verschiedenen Anbietern auch zu ihrem Job. Im Rahmen der Arbeitsgruppe "Kinder, Jugend und Familie" kommen die Träger regelmäßig zusammen, um gemeinsame Aktionen wie etwa den Tag der Jugend zu besprechen. "Es ist auch so wichtig, dass wir uns absprechen, um zu wissen, was vor Ort los ist", so Kersten. Daher hofft sie immer noch, dass die ehemalige Kita Märchenland zu einem Kiezzentrum ausgebaut wird, in dem alle Akteure des sozialen Bereichs an einem Ort untergebracht sind. Das Familienzentrum selbst wird von einem Trägerverbund aus Deutschem Roten Kreuz, Arbeiterwohlfahrt und Volkssolidarität betrieben. "Wir sind wirklich ein tolles Team hier. Wir ergänzen uns gut. Wir sind gut aufgestellt. Sonst würde das hier nicht funktionieren", lobt Kersten.

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