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Leichtathletik
Bahn frei mit neuen Trainingsgeräten

Neue Startblöcke: Eine breite Palette an Trainingsmaterial erwarben die Leichtathleten der Evangelischen Schule Neuruppin. Etwa 2000 Euro gab es dazu von der Stiftung Soziales Neuruppin im Winter. Nun wurden die Geräte im Wettkampfabend eingeweiht.
Neue Startblöcke: Eine breite Palette an Trainingsmaterial erwarben die Leichtathleten der Evangelischen Schule Neuruppin. Etwa 2000 Euro gab es dazu von der Stiftung Soziales Neuruppin im Winter. Nun wurden die Geräte im Wettkampfabend eingeweiht. © Foto: Eckhard Handke
Matthias Haack / 12.04.2019, 21:15 Uhr
Neuruppin (moz) In ihre Freiluftsaison starteten die Leichtathleten des Evangelischen Gymnasiums Neuruppin mit einem kleinen, aber feinen Wettkampf. Im Vordergrund stand am Donnerstag jedoch eine Zuwendung im vierstelligen Bereich. Die Stiftung Soziales Neuruppin steuerte 2 000 Euro bei, um das Trainingsmaterial gravierend aufzuwerten. Ob Speer, Hürden, Kugeln, Staffelstäbe, Startblöcke – es wird alles benötigt. "Wir sind nun weitaus besser aufgestellt", sagte Michael Landeck, Sportlehrer am Evi.

Am Donnerstag hemmte der eisige Wind sicherlich das Kommen weiterer Eltern, Geschwister und Förderer. Denn nur etwa 50 kamen und schwärmten von den neuen technischen Voraussetzungen für intensiven Sport. Margarete Jungblut aus dem Kuratorium der Stiftung ergriff das Wort und unterstrich, dass das Geld gut angelegt sei, weil es der Jugend hilft. Ein dickes Lob verteilte das federführende Trio Olrik Priesemuth/Michael Landeck/Robert Graeske an die Eltern, die das nicht ganz preiswerte Hobby finanzieren. Immerhin sind Trainingslager, Kleidung und Fahrten zu bezahlen.

Es gab am "Bahn-frei"-Tag, das ist die fünfte Auflage dieser speziellen Saisoneröffnung, trotz des widrigen Wetter eine Reihe von Werten, die so nicht erwartet wurden. Sportlehrer Landeck: "Man merkt schon, dass intern eine Art Konkurrenzkampf in Gange ist." Allerdings rechnen die Trainer eigentlich erst für Juni mit Spitzenwerten. "Wir müssen uns wohl beim Speerwerfen etwas einfallen lassen", brachte es Landeck auf den Punkt. Pia Sperling und Alicia Adigun-Martins warfen 34 und sogar 38 Meter. Bis 40 Meter trägt die Anlage. Alles, was darüber geht, könnte in die Fassade des Hortgebäudes einschlagen. Ein Speer landete sogar bei 42 Metern. "Die Mädchen hatten über Monate die Hantel in der Hand, nun erstmals den Speer." Auch beim Hochsprung schnalzten die Zuschauer mit der Zunge. Pauline Schubach schraubte ihre persönliche Bestleistung um fünf Zentimeter auf 1,60 Meter. Zudem waren es laut Landeck "schon sehr gute Sprintleistungen". Insgesamt nahmen 15 ganz junge Leichtathleten den Kampf auf und jeweils 13 in der Wettkampfklasse III sowie II.

Übrigens zählt auch ein Siegerpodest zum neuen Utensil. Bronze-, Silber- und Goldrang  sind die normalen Evi-Platzierungen im Vergleich mit anderen. Im Bundeswettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" zählt das Evi zu den Stammstartern. Wurde die Hürde Regionalfinale meistens sorgenfrei genommen, so kamen auch schon ein Mädchen- und ein Jungenteam über den Triumph im Landesfinale zum Bundesfinale. Darin schnitten die Neuruppiner 2016 und 2018 im Kampf gegen Sportschulen so erfolgreich ab, dass einige Favoriten verdrängt wurden. In einem Monat treten die Neuruppiner im Regionalfinale des Bundeswettbwerbs "Jugend trainiert für Olympia" in Wittenberge mit vier Altersklassen-Mannschaften an. Alle traditionell mit Vorschusslorbeeren versehen.

"Das sind nur fünf Wochen", sagt Landeck und er hat die Osterferien im kritischen Blick. Für die Ambitionierten wird Zusatztraining in der freien Zeit angeboten. "Unsere WK II-Mädchen schielen aufs Bundesfinale. Wir werden daher auch zu einem Länderkampf nach Zittau fahren." Auch Polen stellt dort ein Team. Zudem vertritt das Evi die Region bei einem Stadionfest am 4. Mai in Wittenberge.

Ehrentafel der Leichtathleten

Neulinge auf der Ehrentafel sind seit Donnerstag Hannah-Lisa Tauschke, Paula Krone, Mick Mokry, Dat Nguyen sowie Thea Jerke. Die vielseitig Einsetzbare Thea gehörte schon zu den Teilnehmern der 2009 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Leichtathletik, ist demnach Kind der ersten Stunde.Als Präsente gibt es für die Ehemaligen entweder eine Armbanduhr oder für die Jungs Manschettenknöpfe.Das nächste Wiedersehen der inzwischen weit mehr als ein Dutzend Ehemaligen ist im Mai vorgesehen. Dann steigt das so genannte Battles of Legend (Wettkampf der Legenden), zu denen Max Krumhoff zählt. ⇥maha

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