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Blühstreifen
Kreis und Einwohner sollen biologische Vielfalt fördern.

Symbolbild: Blühstreifen
Symbolbild: Blühstreifen © Foto: Jens Büttner
Siegmar Trenkler / 13.04.2019, 10:02 Uhr
Ostprignitz-Ruppin (MOZ) Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin soll eine Vorreiterrolle einnehmen, wenn es darum geht, Landwirte zum Anlegen von Blühstreifen auf ihren Flächen zu ermuntern. 25 000 Euro wird er bereitstellen, um Anreize zu schaffen. Das hat der Kreistag am Donnerstag nach langer Diskussion entschieden.

Der aus der Fraktion Bauern/Freie Wähler/FDP stammende Antrag sieht mehr als nur eine Unterstützung durch den Landkreis vor. Die Ostprignitz-Ruppiner Bevölkerung ist aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen. Dafür soll ein Spendenkonto beim Kreis eingerichtet werden, auf das weiteres Geld überwiesen werden kann. "Alle finden Blühstreifen gut, aber keiner will aktiv werden", begründete Landwirt Sven Deter (CDU) dieses Vorgehen. "Die Verantwortung, die die Gesellschaft auf die Bauern überträgt, kostet Geld. Jetzt werden wir sehen, wie viel Geld die Bürger überweisen, weil sie etwas wirklich wollen."

Insgesamt sieht der Vorstoß vor, dass die Förderung auf 500 Euro pro  Betrieb begrenzt wird. Somit könnten schon mit der Anschubfinanzierung des Kreises 50 Betriebe gefördert werden. Das Geld soll als Zuschuss für erhöhte Saatgut- und Bestellungskosten dienen. Verwaltet wird das Spendenkonto vom Landkreis. Landrat Ralf Reinhardt (SPD) warnte aber davor, die Verteilung der Gelder ebenfalls durch die Verwaltung erledigen zu lassen. Stattdessen soll das durch den Kreisbauernverband erfolgen, der Landwirten auch bei der Antragstellung helfen soll. Um keine größeren bürokratischen Hürden aufzubauen, müssen die Bauern nur Schlagnummer, Feldblock und Größe der Fläche angeben sowie einen Lieferschein für eine anerkannte Blühsaatgutmischung vorlegen. Die Verteilung der Mittel soll nach dem Windhundprinzip erfolgen – also ohne Antragsfristen, die eingehalten werden müssen. Gerade damit hatten die anderen Fraktionen, die den Antrag erst in Ausschüssen besprechen wollten, ihre Probleme, da sie eine Bevorzugung bestimmter Bauern befürchteten.

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