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Duathlon
Braminsee gerundet, Landstraße gemeistert

Glänzend unterwegs: Der Neuruppiner Thomas Hinz (53) berichtete von einem "Affenzahn", den die Spitzengruppe auf dem Fahrrad unterwegs war. Er wurde nach einem Jahr Pause bei diesem Wettkampf in 1:51 Stunden 23.
Glänzend unterwegs: Der Neuruppiner Thomas Hinz (53) berichtete von einem "Affenzahn", den die Spitzengruppe auf dem Fahrrad unterwegs war. Er wurde nach einem Jahr Pause bei diesem Wettkampf in 1:51 Stunden 23. © Foto: Matthias Haack
Matthias Haack / 16.04.2019, 05:45 Uhr - Aktualisiert 16.04.2019, 08:05
Kagar (MOZ) Vor Christoph Mattner das Führungsfahrzeug, in dem Bernd Gummelt und sein Sohn Sebastian sitzen. Hinter dem Spitzenmann zwei, drei Verfolger in sicherem Abstand. Ortsdurchfahrt Kagar. Leicht bergauf. Plötzlich schlägt das Hinterrad. Tempo 40. Zwangspause. Wettkampfende für den Vorjahresvierten und diesmal erneut so glänzend gestarteten Wittstocker. Nichts geht mehr.

Der Montag vor einer Woche. Zwei Tage nach dem Sieg beim Neuruppiner Stadtparklauf fühlt sich Stefan Schulz schlapp. Ein grippaler Infekt hat den Spitzenmann des Ruppiner Triathlonvereins erwischt. Er bangt um die Teilnahme am so beliebten Duathlon. Noch fünf Tage. Aber: Vergeblich. Nichts geht mehr.

Ein ganzes Jahr zurück. Den Neuruppiner Thomas Hinz holt die schwere Verletzung nach einem Motorradunfall ein. Nicht zum ersten Mal, aber immer wieder, blickt er auf sein bewegtes Krankheitsbild zurück. Der Dauerstarter beim Duathlon sagt 2018 ab. Nichts geht mehr.

Drei Schicksale. Aber drei, die sich nicht zurückschrecken lassen, sich wieder und wieder dem inneren Schweinehund stellen – Christoph Mattner und Stefan Schulz wohl erst bei der Jubiläumsauflage des Wettkampfes im kommenden Jahr. Vielleicht auch dann wieder mit Thomas Hinz, sofern das lädierte Sprunggelenk dies zulassen wird.

Ein Vize-Weltmeister schnappt sich zum zweiten Mal den Sieg am Braminsee.
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Der 29. Ruppiner Duathlon

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69 Sportler zählte der Kreissportbund auf der Festwiese in Kagar, um bei fünf Grad Celsius und leichtem Wind den zweiten Wettkampf der Serie "Grand mit Vieren" anzugehen. Diesen nutzt der Berliner Verband schon traditionell, um seine Meisterschaften im Duathlon auf dem flachen Land und dennoch in Reichweite austragen zu lassen. Dank des Heimat- und Kulturvereins Kagar boten sich den Sportlern erneut beste Bedingungen mit gastronomischer Versorgung, Sanitäranlage und Beschallung.

In 1:32:29 Stunden kam der Berliner Stephan Leuendorff am schnellsten zurück in die als "Hufeisen" ausgelegte Zielzone, so Wettkampfmoderator Thomas Krieglstein. Die beste Frau kam ebenfalls aus der Hauptstadt: Sonja Bettge, lediglich 13 Minuten hinter dem Schnellsten und zugleich am Hacken von Jonathan Merkel. Der Jüngste des Ruppiner Triathlonvereins (RTV) zeigte sich sehr zufrieden, denn ihn hatte eine Knochenhautentzündung im Schienbein zuletzt arg eingeschränkt. Der 18-Jährige zum ersten größeren Jahreswettkampf: "Nur wenige Kilometer hatte ich bis heute gemacht. Das Laufen war okay, auf dem Rad musste man bei den Schlaglöchern ziemlich aufpassen." Er meinte die Passage vor Wallitz. Sein Vereinskollege Marco Duesterbeck gab nicht Vollgas. Sein Ziel: Unter dem Schnitt von fünf Minuten pro Kilometer laufen. Und "den Puls nicht über 150 treiben". Warm angezogen war er, wärmer als andere: "Das war heute genau richtig mit der Softshell-Jacke. Wer in kurzen Sachen los ist, der geht auf der Strecke ein." 30 Minuten Lauf, 52 Minuten im Sattel – Duesterbeck gilt ohnehin als glänzender Radfahrer. Es schlossen sich 31 Minuten für die zweite Laufrunde an. "Das scheint zu laufen in diesem Jahr, schon 1500 Kilometer erlaubte das gemäßigte Wetter auf dem Rad." Sein Ziel: Der Neuruppiner Triathlon sowie der "Grand mit Vieren".

Bodo Schröter (Jahrgang 1956), der Dritte vom RTV, legte einen famose Radrunde hin: Durchschnittstempo "um die 33. Man muss aufpassen, immer die Hände am Lenker haben", sagt er über den Straßenbelag. Für ihn war es bereits die elfte Teilnahme in Folge am Ruppiner Duathlon, der voriges Jahr von Dorf-Zechlin nach Kagar umgezogen ist und hier laut RTV-Vorsitzendem Marco Duesterbeck."eine tolle Location nutzen kann".

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