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Fußball
Kick im Heimaturlaub

Ausgeholfen: Auf Christian Goy (am Ball) griff am Sonntag Blau-Weiß 90 Rheinsberg zurück. Der Amerikaner hat beruflich in Europa zu tun und besuchte kurzerhand seine Familie.
Ausgeholfen: Auf Christian Goy (am Ball) griff am Sonntag Blau-Weiß 90 Rheinsberg zurück. Der Amerikaner hat beruflich in Europa zu tun und besuchte kurzerhand seine Familie. © Foto: Matthias Haack
Jens Hasenkopf / 09.05.2019, 05:15 Uhr
Prignitz/Ruppin Auf Stippvisite ist Christian Goy. Zwischen dienstlichen Aufgaben in London und Paris schlug er bis heute seine Zelte in Rheinsberg auf. "Plötzlich stand er Freitag in unserer Küche", zeigte sich sein Vater Alfons überrascht von der Heimkehr. Der ehemalige Spitzenathlet lebt in den USA. "Wenn du hier bist, kannst du doch am Sonntag auch für uns spielen", lockte der Betreuer des FSV Blau-Weiß. Der 42-Jährige wollte. er verdrängte seine Rückenschmerzen und debütierte gegen den SV 90 Fehrbellin – zu einem Siegerbierchen reichte es jedoch nicht.

Dabergotz – Linum 4:1 (1:0)

Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Michael Gehrt (20., 50., 55.), 3:1 Marcel Krause (70.), 4:1 Gehrt (75.)

Dabergotz hatte mit dem Gegner keine Mühe. Trotzdem gelang bis zur Pause nur ein Treffer. Michael Gehrt avancierte mit seinen vier Treffern zum Matchwinner. Er erhöhte seinen Score in der Saison auf zwölf, das ist Platz sechs der Torjägerliste. "Manchmal reicht ein Torjäger aus", so Guido Plötz (TuS). Der Sack wurde nach der Pause schnell zugemacht. "Gewonnen, aber nicht voll überzeugt."

Herzberg/Langen –TuS Wildberg 2:2 (1:0)

Tore: 1:0 Benjamin Wegner (7./Foul-Elfmeter), 1:1 Marcel Rehfeldt (47.), 2:1 Kai-Michael Schmidt (52.), 2:2 Lutz Kahnert (80.+3)

Frank Wagner (Langen) leitete die Partie, da der angesetzte Schiri nicht antrat. Herzberg/Langen begann vehement und hatte schon in der dritten Minute durch Abdulgani Turgut die erste gute Möglichkeit. Vor dem 1:0 wurde er im Strafraum gelegt: Strafstoß. Benjamin Wegner verwandelte sicher. Die Gastgeber vergaßen in der Folge allerdings nachzulegen. In Hälfte zwei wurde Wildberg stärker und verdiente sich den Ausgleich. Weitere gute Gästechancen vereitelte der gut aufgelegte Torhüter Hannes Deter. "Der späte Ausgleich war ärgerlich, aber verdient. Beide können mit dem Remis leben", so Daniel Tack von den Gastgebern.

MSV – Protzen 5:0 (2:0)

Tore: 1:0 Enrico Pöhls (13.), 2:0 Lars Peters (18./Eigentor), 3:0 Marcel Becker (70./Eigentor), 4:0 Pöhls (71.), 5:0 Lothar Seruset (72./Eigentor)

Dass die Gäste beim Kreismeister unter Dauerbeschuss stehen würden, war durchaus zu erwarten. Aber dass die nicht einmal in den Strafraum des MSV kamen, das überraschte ein wenig. Keeper Volkmar Rechenberg bekam den Ball überhaupt nicht in die Hand. In der zweiten Halbzeit stand Sven Lepinski, er musste einmal eingreifen. "Mindestens 20 Hochkaräter" zählte Betreuer Lars Schröter. Dass seine Mannschaft nur zwei eigene Treffer markierte, lag an der Ungenauigkeit im Abschluss, dem Eigensinn und auch dem Protzener Keeper Enrico Schack.

Rheinsberg – Fehrbellin 1:3 (0:1)

Tore: 0:1 Norman Ihden (33.), 0:2, 0:3 Toni Rösner (71., 80.), 1:3 René Korinke (80.+3)

Für Betreuer Alfons Goy steht fest: "Wir haben den Gegner zu seinen Toren eingeladen und treffen selbst einfach nicht." Latte und Pfosten verhinderten eine deutliche Halbzeit-Führung der Gastgeber. Wie aus dem Nichts fiel einerseits der Führungstreffer, andererseits parierte Patrick Ebert einen glänzend geschossenen Elfer. Von Ladehemmung auf eigenem Geläuf spricht Goy. "In der Vorwoche hatten wir in Alt Ruppin acht Buden gemacht." Diesmal reichte es nur zu einer in der Nachspielzeit, als das Spiel längst entschieden war.

Blick in die Spielordnung

Darf ein 33-Jähriger nach seiner Auswechslung nochmals das Feld betreten? Diese Frage kam beim Spiel zwischen Rheinsberg und Fehrbellin auf. Nico Nimz fällt in diese Rubrik. Zu einer korrekten Antwort konnte sich kein Beteiligter äußern.

Das Regelwerk sagt : Ja. Mike Schläger, Vorsitzender des Fußballkreises, begründete: Der 33-Jährige ist doch Spieler der Alt-Herren und es greift daher deren Regelwerk und nicht das der Männer. Fünf Wechsel können pro Partie vollzogen werden. Das Ein-/Auswechseln dieses Quintetts ist beliebig oft gestattet. Das Alter spielt bei den Alt-Herren-Kickern unter diesem Aspekt keine Rolle. Entscheidend ist, dass auf dem Feld maximal zwei Fußballer mitwirken dürfen, die bis zu 33 Jahre sind. ⇥maha

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