Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Lösungssuche
Rheinsberger suchen nach neuen Wegen zum Miteinander

Ideen für die Zukunft der Stadt Rheinsberg trugen 30 Männer und Frauen am Wochenende zusammen.
Ideen für die Zukunft der Stadt Rheinsberg trugen 30 Männer und Frauen am Wochenende zusammen. © Foto: Jürgen Rammelt.
Jürgen Rammelt / 13.05.2019, 10:26 Uhr
Rheinsberg Miteinander ins Gespräch zu kommen und darüber zu reden, wie das Leben in Rheinsberg noch schöner werden kann, das war das Anliegen einer Konferenz, zu der am Freitagnachmittag die Arbeitsgemeinschaft Kinder-Jugend- Familie Rheinsberg (AG KiJuFa) Bürger in die Mehrzweckhalle des Bildungscampus Rheinsberg eingeladen hatte.

Rund 30 Männer und Frauen aus der Kernstadt und den Ortsteilen, darunter auch einige Mütter mit ihren Kindern sowie etliche Jugendliche waren der Einladung gefolgt. Gekommen war auch Rheinsbergs Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler), der Rheinsberger  Pfarrer Christoph Römhild und dessen Kollegin Christiane Schulz vom Esta-Ruppin e.V. sowie Stadtverordnetenvorsteher Walter Luy (CDU) und dessen Sohn Moritz.

Nach der Begrüßung durch Reinhard Löcher, der als Koordinator des "Partnerschaft für Demokratie"-Projektes im Landkreis OPR die Veranstaltung eröffnete. Er erklärte, dass die "Partnerschaft für Demokratie"  Teil des Bundesprogramms "Demokratie leben!", gefördert vom Bundesfamilienministerium ist. Für dieses hatte sich der Landkreis OPR beworben und wurde auserwählt.

Danach ergriff Frank-Rudi Schwochow das Wort. Der Bürgermeister hatte eine Reihe von gebundenen Heften mitgebracht, die er als Zukunftskonzepte der Stadt den Anwesenden präsentierte, ohne auf deren Inhalt einzugehen. Das Stadtoberhaupt wollte damit zeigen, dass Ideen wichtig sind und es bereits eine Menge beschriebene Papiere gibt, die es gilt, mit Leben zu erfüllen.

Bevor dann zu unterschiedlichen Themen die Diskussion begann, erklärte Andrea Isermann-Kühn vom Dorf.Werk.Stadt Berlin e.V., dass die Konferenz keine Wahlkampfveranstaltung ist. Ziel sei es, gemeinsam Möglichkeiten für die Zukunft der Stadt finden, miteinander ins Gespräch zu kommen und mögliche Projekte zu entwickeln. In der Ideenwerkstatt gehe es darum, Meinungen auszutauschen sowie Ideen und Wünsche der Menschen in Rheinsberg zu sammeln und zu diskutieren.

Die Moderatorin machte deutlich, dass bei den Gesprächen ein respektvoller Umgang gewünscht sei. Diskriminierung sei genauso wenig geduldet, wie rassistische Äußerungen, persönliche Angriffe oder Wahlpropaganda. Vielmehr sei die Meinungsfreiheit zu respektieren.

Diskutiert wurde anschließend  an sieben Tischen zu unterschiedlichen Themen. Dabei ging es unter anderem um Freizeitangebote für Kinder, Jugendliche und alte Menschen, um den Pavillon als Treff für Kinder und Jugendliche, um Kinder und Familien, um die Integration von Flüchtlingen, sowie um die Kinder- und Jugendbeteiligung nach Paragraph 18A der Brandenburgischen Verfassung und den Informationsfluss bei kulturellen Angeboten in der Stadt. In Gespärchen, die an den Tischen von Moderatoren geleitetet wurden, kamen viele Facetten des Lebens  in Rheinsberg zu Sprache: die Aufgabe der Medien, Facebook und andere Formen der Vermittlung von Themen, die die Stadt betreffen. Gesprochen wurde über den öffentlichen Verkehr, die Verbindung zwischen den Ortsteilen, die Spielplätze und die Belebung der Innenstadt.

Auch die Gestaltung der Uferpromenade als "Wasserwanderpfad" mit künstlerischen Elementen, bessere Freizeitangebote für Familien sowie für junge und alte Bewohner standen am Freitag auf der Agenda. Breiten Raum nahm auch das Thema Integration ein. Dabei waren sich die Gesprächspartner einig, dass der Schlüssel für eine gelungene Integration das Erlernen der deutschen Sprache, die Ausbildung und Bereitstellung von Arbeit ist.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG