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Bebauungspläne
Neuruppin soll weiter wachsen

Im Seetorviertel wird schon eifrig gebaut. Nun sollen weitere Flächen für die Wohnbebauung ausgewiesen werden.
Im Seetorviertel wird schon eifrig gebaut. Nun sollen weitere Flächen für die Wohnbebauung ausgewiesen werden. © Foto: Judith Melzer-Voigt
Siegmar Trenkler / 17.05.2019, 13:28 Uhr
Neuruppin (MOZ) Zusätzliche Wohngebiete in der Eichendorffsiedlung und an der Wittstocker Allee, Baurecht am Seetorviertel und Reiten auf dem Flugplatz – in Neuruppin soll weiterhin viel gebaut werden.

Im Neuruppiner Seetorviertel kann auf dem Streifen zwischen dem Hotel und der Seetorresidenz bald mit dem Bau neuer Wohnhäuser begonnen werden. Die rechtliche Grundlage dafür haben die Neuruppiner Stadtverordneten bei ihrer letzten Sitzung der Wahlperiode Anfang der Woche geschaffen. Der Bebauungsplan für das Areal war einer von mehreren, die das Stadtparlament auf den Weg brachte beziehungsweise beschloss.

Seetorviertel

Am weitesten gediehen ist das Vorhaben am Seetorviertel, das das langwierige Verfahren bereits hinter sich hat. Damit kann das Gebiet zwischen Hotel, Seetorresidenz und der Straße nun bebaut werden. Das dürfte aber noch eine Weile dauern, da nun zuerst Baugenehmigungen beantragt und erteilt werden müssen. Zudem dürfen einige Teilbereiche erst dann bebaut werden, wenn die Altlasten-Sanierung, die laut Beschluss bereits im Februar begonnen hat,  im Areal erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Kosten dafür übernimmt laut einem städtebaulichen Vertrag vom 29. Januar 2019 der Investor. Auch die Vorgaben, die der Gestaltungsbeirat für das Areal gemacht hat, sind bei der Sitzung vorgestellt worden.

Eichendorffsiedlung

Bis die Eichendorffsiedlung ausgebaut werden kann, wird es allerdings noch wesentlich länger dauern. Genau das hat aber die aktuell begonnene Änderung des B-Plans für das Gebiet zum Ziel. Konkret geht es um Flächen zwischen dem Volksparkstadion, der Eichendorff- und der Musikersiedlung, die ehemalige Fläche des Stadtbauhofs und einzelne kleine Flächen. Zusätzliche Wohnbebauung soll dort ermöglicht werden. Wie viele Wohnungen dabei herauskommen, ist derzeit aber nicht klar. Insgesamt geht es um rund 96 000 Quadratmeter in vier Teilbereichen. Die Kosten für die Planänderung, die vermutlich rund 80 000 Euro kosten wird, werden sich Stadt und Investor so teilen, dass die Kommune voraussichtlich 48 000 Euro zahlen muss.

Wittstocker Allee

Auch an der Wittstocker Alle soll die Bebauung verdichtet werden. Der Plan des Investors "Leben wie in Skandinavien GbR"sieht vor, dort in sechs Mehrfamilienhäusern zwischen 50 und 54 Wohnungen zu schaffen sowie eine untergeordnete Gewerbenutzung zu ermöglichen.

Reitsport und Pferdezucht

Die wohl flächenmäßig größte Änderung, die auf den Weg gebracht wurde, betrifft rund 11,6 Hektar auf dem ehemaligen Flugplatz. Dort möchte Etienne Hirschfeld eine Reitsport- und Pferdezuchtanlage errichten. Auch dafür gaben die Stadtverordneten ihr Okay. Das Vorhaben war zugleich das einzige aller B-Pläne, für das es ein einstimmiges Votum gab.

Die verschiedenen Vorhaben

Alle Bebauuungspläne, deren Aufstellung oder Änderung die Stadtverordneten am Montag beschlossen haben, können sich Interessierte auch im Internet ansehen. Das ist möglich im Sitzungsdienst, der auf neuruppin.ratsinfomanagement.net zu finden ist.

Die Verfahren dauern für gewöhnlich wenigstens anderthalb Jahre von dem Zeitpunkt, an dem es einen Aufstellungsbeschluss für einen B-Plan gibt, bis dieser als rechtskräftige Satzung verabschiedet wird. Das kommt unter anderem dadurch, dass die Pläne auch mehrere Wochen lang öffentlich auszulegen sind, damit Behörden und Einwohner Zeit haben, Stellung zu nehmen. ⇥zig

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