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Kommunalwahlen
Ulrike Liedtke will für Frieden in Rheinsberg sorgen

Doppelte Mandatsträgerin: Ulrike Liedtke sitzt im Rheinsberger Stadtparlament. Ihren Sitz im Brandenburger Landtag möchte sie bei der Wahl am 1. September ebenfalls verteidigen.
Doppelte Mandatsträgerin: Ulrike Liedtke sitzt im Rheinsberger Stadtparlament. Ihren Sitz im Brandenburger Landtag möchte sie bei der Wahl am 1. September ebenfalls verteidigen. © Foto: Brian Kehnscherper
Brian Kehnscherper / 08.06.2019, 08:00 Uhr
Rheinsberg (MOZ) Wenige Personen haben die jüngere Geschichte Rheinsbergs so geprägt, wie Ulrike Liedtke. Sie ist Gründungsdirektorin der Musikakademie, die sie bis 2014 leitete. Seit jenem Jahr sitzt sie zudem für die SPD im Landtag. Nun möchte sie die Zukunft der Stadt als Stadtverordnete mitgestalten.

"Rheinsberg hat momentan keinen guten Ruf auf Landesebene", so Liedtke. Die vielen Streitereien der Abgeordneten von SPD, CDU und Linken und Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) und der lange Baustopp beim Bürgerzentrum hätten einen schlechten Eindruck in Potsdam hinterlassen. Liedtke möchte die Konflikte ihrer Partei mit dem Rathauschef beenden. "Ich möchte, dass Rheinsberg sich weiterentwickeln kann", sagt sie. Bei Gesprächen mit Stadtverordneten habe sie gespürt, dass die Konflikte viele Verletzungen hinterlassen haben. Daher hofft sie, dass das neue Stadtparlament diese überwinden kann und optimistisch an die Arbeit geht. Künftige Entscheidungen sollen nicht aufgrund politischer Machtspielchen erfolgen sondern sachorientiert gefällt werden. Sie wünscht sich gute Kompromisse und geradlinige Arbeit.

Mehr Kooperation

Das gute Abschneiden von Schwochow, der als Bürgermeister für ein Stadtverordnetenmandat kandidiert hat, um seiner Fraktion möglichst viele Sitze in der Stadtverordnetenversammlung zu verschaffen, begreift Liedte als Aufruf der Wähler an die Abgeordneten, mit dem Rathauschef zusammenzuarbeiten. Sie selbst habe bereits ein Gespräch mit Schwochow geführt, aus dem sie mit einem guten Gefühl gegangen sei. Eines der ersten Dinge, die sie anpacken möchte, sei, den Baustopp beim Bürgerzentrum so schnell wie möglich aufzuheben. Bei der konstituierenden Sitzung der Stadtverordneten am 24. Juni wird voraussichtlich auch der Haushaltsentwurf für 2019 eingebracht. "Dann könnten wir sofort mit der Arbeit beginnen", so Liedtke.

Ein weiteres Thema, dass sie möglichst schnell lösen möchte, ist die Verkehrsberuhigung der Mühlenstraße sowie die Sanierung jener Holperstrecke. Derzeit arbeite das Land einen Vertragsentwurf aus, um die Rhinstraße zur Landesstraße hochzustufen. Der Verkehr könnte dann von dem Engpass der Mühlenstraße auf Höhe der Rhinpassage umgeleitet werden. Unabhängig davon, ob die Mühlenstraße auf diese Weise entlastet werden kann, hält Liedtke den Ausbau der Strecke für unabdingbar. "Ich halte es nicht für zielführend, mit der Sanierung zu warten, bis die Verkehrsberuhigung da ist. Man muss diese beiden Schritte auseinanderhalten." Zudem möchte Liedtke, dass Rheinsberg familienfreundlicher wird.

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