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Handball
HCN holt keine Leichtgewichte

Bald für den HCN aktiv: Leeroy Nietzel (links) und Irek Kaczmarczyk.
Bald für den HCN aktiv: Leeroy Nietzel (links) und Irek Kaczmarczyk. © Foto: Matthias Haack
Matthias Haack / 11.06.2019, 19:45 Uhr
Neuruppin (moz) Verbandsligist HCN wird seinen Kader erweitern und baut in einer ersten Welle auf routinierte Spieler. Dass es in einer weiteren Wechselphase in den nächsten Wochen erneut Zugänge zu vermelden gibt, das bestätigte Vorstandsmitglied Dennis Plötz. Nur wer das sein wird und wieviele – das soll erst publik werden, wenn die Gespräche fruchten.

Die Neuruppin müssen sich dringend neu ausrichten, weil fünf Spieler das Spitzenteam des Vereins verlassen und nur punktuell Ergänzung aus dem Junioren-Bereich zu erwarten ist. Nur ist der Spielermarkt beinahe leergefegt. Also besann sich die Crew um Dennis Plötz auf alte Zeiten. Lange werben musste der ranghöchste Verein – Hansa Wittstock steigt aus der Landesliga auf – nicht um die Beiden. Gerade weil er ein etwas älteres Baujahr ist, finde er die Aufgabe interessant, mit den Jüngeren zusammenzuarbeiten", sagte Irek Kaczmarczyk. 41 Lenze zählt die Wurfkanone, die dem HCN auch schon zu Viertliga-Zeiten zu Erfolgen verhalf, ehe es ihn zu mehreren Vereinen bis Ostseespreeliga) gezogen hat. "Eigentlich hängt mein Trikot am Haken", gesteht er.

Gleiches trifft für Leeroy Nietzel zu. Allerdings zwang ihn eine Reihe von Verletzungen zum frühzeitigen Karrierebruch. Im Intermezzo bei Berolina Lychen brachte er es nur auf fünf Einsätze. Der Aufwand sei eben doch erheblich gewesen, erklärte der Neuruppiner. Er geht davon aus, dass er gesundheitlich weitgehend genesen ist. "Aber ich will zehn bis zwölf Kilogramm loswerden." Auf 1,93 Metern verteilen sich weitaus mehr als ein Zentner. 106 Kilogramm, damit hätte er ein prächtiges Wettkampfgericht, um die nötige Härte und Wucht am Kreis zu bringen. "Als mit gesagt wurde, dass mein alter Freund Irek zum HCN kommt, musste ich nicht lange überlegen." Zudem stelle sich ein Unwohlgefühl ein, dem er unbedingt begegnen will. "Langweilig wird es für jeden", so Nietzel, "der nur Fitness macht, sofern er das ganze Leben im Mannschaftssport gewesen ist." So einer war der Kreisläufer bis zum Beginn einer Serie von Missgeschicken: Erst setzte ihn 2015 eine Schulterverletzung lange zu, kaum wieder fit, ging es gleich in ein Testspiel für sein Team des SV Eberswalde. "15 Sekunden dauerte das Comeback, dann riss die Achillessehne." Beinahe ein Jahr Pause schlossen sich an, ehe er dem Lockruf eines Freundes nach Lychen folgte.

Sowohl Kaczmarczyk als auch Nietzel wollen ihren Beitrag leisten, dem Team Spaß zu vermitteln. Gelingt das, komme der Erfolg im Gleichklang dazu. Dennoch warnen die beiden handballerischen Schwergewichte: In der Liga tummeln sich erfahrene Spieler. Die Verbandsliga nimmt an Qualität zu.

Zur Person derbeiden Routiniers

Leeroy Nietzel setzte ein paar Jahre aus. Ursächlich lag das an einer Verletzung in der Schulter, dann riss die Achillessehne. Und der neue Arbeitgeber verhinderte einen Versuch, nochmals höherklassig zu spielen. Der Kreisläufer ist 33 Jahre alt. Ireneusz Kaczmarczyk wird demnächst 42 Jahre jung. Damit ist der Rückraumspieler nicht der Älteste im Team. Dennis Plötz zählt drei Jahre mehr. Über die Stationen Loitz, Eberswalde, Wittenberge und Neubrandenburg schließt sich die Rechtshand wieder dem HCN an. ⇥maha

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