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Kommunalwahl
"Einen Schlussstrich ziehen"

Alteingesessen: Mathias Kehrberg lebt schon sein ganzen Leben in Flecken Zechlin. Als Stadtverordneter möchte er etwas für seien Ort, aber auch für ganz rheinsberg, erreichen.
Alteingesessen: Mathias Kehrberg lebt schon sein ganzen Leben in Flecken Zechlin. Als Stadtverordneter möchte er etwas für seien Ort, aber auch für ganz rheinsberg, erreichen. © Foto: Brian Kehnscherper
Brian Kehnscherper / 15.06.2019, 09:59 Uhr
Rheinsberg (MOZ) Mathias Kehrberg bezeichnet sich selbst als ruhige Natur. Deswegen hofft er, das langjährige Gegeneinander in der Rheinsberger Stadtverordnetenversammlung entschärfen zu können. "Es muss sich etwas bewegen in Rheinsberg. Ich möchte unter die alten Fehden einen Schlussstrich ziehen. Ich hoffe, dass ich dazu meinen Beitrag leisten kann", sagt der 46-Jährige.

In seinem Heimatort Flecken Zechlin ist Mathias Kehrberg bekannt wie ein bunter Hund. Wer sich mit ihm in einem Café trifft, wird immer wieder unterbrochen von Passanten, die grüßen oder ihm ein Problem schildern, von dem sie hoffen, dass er es behebt. Denn Mathias Kehrberg ist auch in den Ortsbeirat gewählt worden. Mit 42,4 Prozent holte er die meisten Stimmen. Er geht dennoch davon aus, dass der Beirat bei seiner konstituierenden Sitzung am 25. Juni den Amtsinhaber Horst-Rainer Maranke (CDU) als Ortsvorsteher bestätigen wird. Wenn es so kommt, ist Kehrberg nicht traurig. So bleibe ihm mehr Zeit, sich der hohen Verantwortung als Stadtverordneter zu widmen. "Ich möchte etwas für die Region machen und sie entwickeln" sagt er.

Wichtig ist ihm zuerst, angefangene Projekte wie das Bürgerzentrum und die Feuerwehr in seinem Heimatort fertig zu bringen. Als alteingesessener Fleckener, der in dem Dorf bis zur zehnten Klasse die Schule besuchte, ist ihm der Erhalt des Schulstandortes wichtig. Schließlich sollen die Kinder keine langen Wege haben. Auch die Sanierung der in die Jahre gekommenen Turnhalle ist ihm ein Anliegen. Da in den vergangenen Jahren in dem Ort am Schwarzen See viel gebaut worden ist, sind viele junge Familien dorthin gezogen. Um diesen Trend beizubehalten, müsse die gute Infrastruktur mit Sparkassenfiliale, Edeka, Bäcker, Zahnarztpraxis und Kindertagesstätte erhalten bleiben.

Politik für ganz Rheinsberg

Ihm sei bewusst, dass er als Stadtverordneter nicht nur die Interessen seines Dorfes, sondern die der Kernstadt und aller 18 Ortsteile zu vertreten hat. "Man muss ganz Rheinsberg im Blick haben", sagt er. So hält Mathias Kehrberg es für wünschenswert, wieder eine gymnasiale Oberstufe in der Kernstadt zu haben. "Das wird aber schwer. Das ist von vielen Faktoren abhängig." Für Flecken Zechlin etwas zu erreichen, möchte er dennoch so oft es geht versuchen. Dabei will er zu gunsten anderer Dörfer aber auch kompromissbereit sein und Fleckener Projekte hintenan stellen.

Mit seinem guten Abschneiden bei der Ortsbeiratswahl – er hat mehr Stimmen bekommen als die drei CDU-Kandidaten zusammen – verbindet er auch die Erwartungen seiner Wähler an sich. "Es ist nicht einfach, dem gerecht zu werden", sagt er. Als selbständiger Unternehmer mit einem Hausmeisterservice hat er schließlich auch viel Arbeit. Zudem engagiert er sich gemeinsam mit seiner Frau Franziska Kehrberg im Flecken Zechliner Kita-Förderverein. "Man muss sich  gut organisieren, um alles unter einen Hut zu bekommen. Meine Familie möchte schließlich auch etwas von mir haben."

Politisch sei ihm am wichtigsten, dass die alten Konflikte in der Stadtverordnetenversammlung enden. Dabei sei ihm bewusst, dass Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) in der Vergangenheit selbst nicht immer zur Befriedung beigetragen hat. "Ich weiß, dass Herr Schwochow polarisiert", so Kehrberg. Er selbst habe keine persönlichen Probleme mit irgendeinem Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und möchte etwaige Probleme objektiv angehen. "Ich bin der Letzte, der zu einer konstruktiven Zusammenarbeit nein sagt."

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